
FRANKFURT/DÜSSELDORF. Danach wollen 44 Prozent der deutschen Industriefirmen im laufenden Jahr im Ausland investieren. In den Krisenjahren 2008 und 2009 war der Anteil gesunken, auf zuletzt 40 Prozent.
"Die Stimmung der Wirtschaft verbessert sich zusehends - das zeigen jetzt auch die Auslandsinvestitionspläne deutscher Unternehmen", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Handelsblatt. Investitionsziel Nummer eins ist China: 37 Prozent der Unternehmen, nach 32 Prozent im Vorjahr, wollen hier investieren. Das übrige Asien legt von 22 auf 26 Prozent zu.
So investieren die Chemie- und Pharmakonzerne Bayer und Merck je rund 100 Mio. Euro in Forschungszentren in Peking. BASF will in den kommenden drei Jahren zwei Mrd. Euro in Asien investieren. "Als Vorteil erweist sich für diese Länder, dass sie nicht der Ausgangspunkt der Wirtschafts- und Finanzkrise gewesen sind - vielmehr hat die Krise ihre Reputation als Wachstumsmärkte gesteigert", kommentiert der DIHK.
56 Prozent der Unternehmen wollen mit dem Kapitaleinsatz im Ausland auch außerhalb des Heimatmarktes Kundendienst und Vertrieb aufbauen und so bestehende Märkte sichern. Nur 28 Prozent geben an, aus Kostengründen im Ausland zu investieren - in China sind es sogar nur noch 20 Prozent.
Obwohl die Wirtschaftskrise dort ihren Ausgangspunkt hatte, bleibt Nordamerika für die Deutschen wichtig. 22 Prozent der Industrieunternehmen wollen laut DIHK-Umfrage in den USA, Kanada oder Mexiko investieren. Weltweit sei in keiner anderen Region der Anteil investitionsaktiver deutscher Unternehmen so stabil.
Deutschland als Standort hat zu viele Nachteile: zu viele Abgaben, zu hohe Gehälter und zu reglementiert. investitionen werden erst wieder fließen, wenn die Abgaben und Löhne auf ein international vergleichbares Maß fallen, wenn nicht wird es hier schwierig.
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