Hausgeräte
Bosch Siemens: Erholung nicht in Sicht

Der Hausgerätehersteller Bosch Siemens ist skeptisch fürs laufende Jahr und rechnet mit einem Umsatzrückgang. Aber ein paar Wachstumschancen gibt es dennoch.

HB MÜNCHEN. Der Hersteller Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) sieht nach einem schwierigen Start ins Geschäftsjahr keine Markterholung in diesem Jahr. Angesichts der Wirtschaftskrise und Kaufzurückhaltung in ausländischen Märkten dürfte der Umsatz 2009 um einen einstelligen Prozentsatz zurückgehen, sagte BSH-Chef Kurt-Ludwig Gutberlet am Dienstag in München. Die Zahl der Beschäftigten werde sich zwar verringern, "wir hoffen aber, ohne Einschnitte bei der Stammbelegschaft auszukommen", sagte Gutberlet. Auf dem Heimatmarkt Deutschland sei derzeit keine Kurzarbeit geplant.

2008 verbuchte BSH einen Umsatzrückgang um 0,7 Prozent auf 8,76 Mrd. Euro. Der Ertrag vor Steuern sank von 637 Mio. auf 510 Mio. Euro. Im ersten Quartal hätten sich die Erlöse mit weißer Ware wie Geschirrspülern, Kühlschränken und Waschmaschinen weltweit um rund zehn Prozent verringert. "Unser Geschäft ist in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres weiterhin stark belastet vom Einbruch der weltweiten Bautätigkeit", sagte Gutberlet.

Währungsschwankungen gegenüber dem Euro führten zu teils erheblichen Wertanpassungen bei Tochtergesellschaften und drückten auf das Finanzergebnis von BSH. Hinzu kamen erhebliche Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie. Unter dem Strich verdiente BSH so nur noch 305 Mio. Euro, nach 404 Mio. Euro im Vorjahr. 211 Mio. Euro davon zahlt das Unternehmen an Bosch und Siemens aus, zu denen das Joint Venture gehört. Weltweit hat BSH knapp 40 300 Beschäftigte, davon rund 14 000 in Deutschland.

Wachstumschancen sieht das Unternehmen für 2009 allenfalls in China und im übrigen asiatischen Raum, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau als in den vergangenen Jahren. Für Westeuropa und die USA sei dagegen noch keine Besserung in Sicht. Hoffnungen setzt die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH auf energieeffiziente Produkte der Effizienzklasse A++, die zunehmend gefragt seien.

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