Hausgeräte-Hersteller
Geschäft von Miele läuft trotz Krise

Der Hausgeräte-Hersteller Miele hat durch Wachstum im deutschen Heimatmarkt Rückgänge im Auslandsgeschäft abfedern und damit der Wirtschaftskrise trotzen können.

DÜSSELDORF. Die schwierige Lage am Markt für Hausgeräte ist auch am Familienunternehmen Miele nicht spurlos vorüber gegangen. Das Gütersloher Unternehmen hat im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatzrückgang um 1,3 Prozent auf 2,77 Mrd. Euro verbucht. Dabei gab es im Inland ein Plus von 7,6 Prozent, während das Auslandsgeschäft um 4,6 Prozent schrumpfte.

Damit könne sei es angesichts der Rezession sehr zufrieden, teilte das Unternehmen mit. Für das neue Geschäftsjahr bleibe Miele „verhalten optimistisch“, wagt aber keine Prognose. Auch Mieles Konkurrenz leidet unter der schlechten Lage: Bosch und Siemens Hausgeräte verbuchte 2008 ein Umsatzminus von einem Prozent.

Das Umsatzplus in Deutschland auf 801 Mio. Euro begründet Miele vor allem mit Erfolgen bei Elektro-Großgeräten und Einbaugeräten. Hier habe Miele zweistellige Zuwachsraten erzielt und damit erheblich mehr als der Gesamtmarkt. Sehr zufrieden ist das Unternehmen auch mit dem erstmaligen Auftritt der Hausgerätebranche auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Dies habe einen zusätzlichen Schub für das Geschäft in Deutschland und den Nachbarländern gegeben. Miele und die gesamte Hausgerätebranche würden nach dem „rauschenden Erfolg“ in diesem Jahr auf jeden Fall wieder in Berlin ausstellen, sagte ein Unternehmenssprecher.

Schwierig gestaltete sich das Auslandsgeschäft. Hier sank der Umsatz um 4,6 Prozent auf 1,95 Mrd. Euro. In Großbritannien und Skandinavien belasteten Währungsprobleme das Geschäft. Die Kunden in einigen Ländern Süd- und Osteuropas und den USA litten unter der Wirtschaftskrise.

Besser schlug sich Miele in den Nachbarländern Deutschlands und in den Überseemärkten Australien, Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In Dubai erhielt Miele den größten Einzelauftrag bisher. Im mit 162 Stockwerken höchsten Gebäude der Welt stattet Miele die Küchen der 900 Wohnappartments mit insgesamt 7 650 Elektrogeräten aus.

Zur Ertragslage äußert sich das 110 Jahre alte reine Familienunternehmen traditionell nicht. Es sei wieder „auskömmlich“ gewesen, sagte ein Sprecher.

Die Zahl der Beschäftigten stieg Ende Juni auf 16 859 gegenüber 16 163 vor einen Jahr. Dies lag aber vor allem daran, dass Miele die knapp 800 Beschäftigten aus dem bisherigen Joint Venture mit Melitta in China übernommen hat. Bisher hatte Miele in dem Werk Staubsauger gefertigt und Melitta Kaffeeautomaten. Jetzt ist das Joint Venture aufgelöst, und Melitta produziert in einem eigenen Werk. Miele will in dem Werk 400 bis 500 Personen beschäftigen. , sagte ein Sprecher.

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