Hausgerätehersteller
AEG-Streik schmälert Electrolux-Gewinn

Als Folge des mehrwöchigen Streiks bei der Nürnberger Konzern-Tochter AEG hat der schwedische Hausgerätehersteller Electrolux im ersten Quartal Gewinneinbußen hinnehmen müssen. Die Analystenerwartungen wurden dennoch übertroffen.

HB STOCKHOLM. Der 46 Tage dauernde Streik hat Electrolux im ersten Quartal 200 Mill. Kronen gekostet. Deswegen habe der Vorsteuergewinn mit 1,2 Mrd. Kronen (129 Mill. Euro) praktisch auf Vorjahresniveau stagniert, teilte der der weltweit größte Anbieter von Haushalts-Elektronik am Montag in Stockholm mit. Je Aktie sank der Ertrag um 6,1 Prozent von 2,93 auf 2,75 Kronen. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 33,9 Mrd. Kronen. Der Aktienkurs sank nach Bekanntwerden der Zwischenbilanz in Stockholm um drei Prozent auf 223 Kronen.

Die 1 700 AEG-Beschäftigten in Nürnberg hatten im Februar und März gegen die geplante Betriebsverlagerung nach Polen gestreikt. Sie erreichten ihr Ziel nicht, konnten aber bessere Abfindungen durchsetzen. In der Quartalsbilanz wurden die Mehraufwendungen als Folge des mit der IG Metall geschlossenen Tarifvertrages über einen Sozialplan auf 45 Mill. Kronen beziffert.

Insgesamt hat der Konzern 2,3 Mrd. Kronen für die Ende 2007 geplante Produktionsverlagerung nach Polen bereitgestellt. Konzernchef Hans Stråberg erklärte, der Arbeitskampf habe „sehr viel länger gedauert als angenommen“ und in mehreren Länder zu negativen Konsequenzen beim Verkauf geführt. „Dieser lange Streik war natürlich das große, negative Ereignis des Quartals“, sagte Stråberg.

Generell sei die Entwicklung bei einer guten weltweiten Nachfrage wie erwartet gelaufen. Das schwedische Unternehmen hatte im letzten Jahr eine umfassende Verlagerung von Produktionsanlagen in westeuropäischen Ländern nach Osteuropa angekündigt. Im Sommer will das Unternehmen seine als besonders ertragreich geltende Sparte für Gartengeräte unter dem Namen Husquarna aus dem Gesamtkonzern ausgliedern.

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