Hausgerätehersteller
Die Ifa und ihre Hybrid-Staubsauger

Backöfen sorgen automatisch für einen schmackhaften Braten, Waschmaschinen beseitigen auch hartnäckige Flecken und Kühlschränke haben den Flachbildfernseher bereits in der Tür integriert. Die Hersteller von Hausgeräten zeigen auf der Ifa in Berlin, dass sie wissen, wie sie neue Kunden mit Innovationen locken können.

BERLIN. Das hat selbst in der Krise funktioniert. Der Umsatz mit Hausgeräten hat gegen den Trend in Deutschland deutlich zugelegt und ist laut Berechnungen von GfK im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um 3,9 Prozent gewachsen. Dabei wurden mit 6,6 Prozent deutlich mehr Sologräte verkauft als Einbaugeräte, die nur um etwa einem Prozent zugelegt haben.

Stark gestiegen sei der Absatz von Wäschetrocknern und Gefriertruhen, sagt Roland Hagenbucher, Geschäftsführer von Siemens Hausgeräte. In den 90er Jahren gab es einen Boom bei den Hausgeräten, die sind jetzt in die Jahre gekommen und müssen nach und nach ausgetauscht werden. „Das hilft uns jetzt“, so der Manager.

Auf die Wasch- oder Spülmaschine wolle heute keiner mehr verzichten, „wenn die Geräte ausfallen, werden diese ersetzt – auch wenn es finanziell eng wird“, so Hagenbucher. Im Rest Europas waren die Kunden allerdings zurückhaltender. Mit Ausnahme vom polnischen Markt sei bei Siemens der Umsatz in diesem Bereich gesunken.

Auch Hausgerätehersteller Miele hat von der wachsenden Nachfrage profitiert. Das Familienunternehmen profitiere im Augenblick vor allem vom Absatz höherwertiger Geräte, sagte der Leiter der Miele-Vertriebsgesellschaft Deutschland, Christian Gerwens auf der Messe in Berlin. Unter dem Strich soll es ein leichtes Plus geben. „Der Geräteabsatz werde auf Vorjahresniveau liegen, der Umsatz könnte aber um zwei bis drei Prozent steigen“, meinte Gerwens. Im Geschäftsjahr 2008/09 (30.Juni.) setzte Miele in Deutschland 801 Millionen Euro um. Weltweit seien es 2,8 Milliarden gewesen.

Die meisten Kunden in Deutschland achten auf die Energieeffizienz der Geräte. In den meisten Fällen mache die Stromersparnis über einen längeren Zeitraum die höheren Anschaffungskosten für ein energiesparendes Neugerät wett. Fast alle Haushalte besitzen längst eine Waschmaschine und einen Herd. Obwohl die Hersteller seit Jahren an der Energieschraube drehen, gelingt es ihnen immer noch mithilfe von Wärmepumpen oder pfiffigen Wärmetauschern, den Verbrauch noch weiter zu reduzieren.

Und es gehe noch mehr, gibt sich Helmut Sailer, Marketingleiter bei Bosch Hausgeräte zuversichtlich. „Leistungsfähigere Aggregate und Elektronik sowie verbesserte Sensoren helfen, den Verbrauch von Strom und Wasser weiter zu drücken. Und das Ende der Fahnenstange sei lange noch nicht erreicht. „Wir forschen in diesem Bereich sehr intensiv“, so Sailer. In der Branche sei Bosch/Siemens das Unternehmen mit den höchsten F&E-Investitionen.

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