Hausgerätehersteller
Electrolux verdoppelt Gewinn

Den Hausgerätekonzern Electrolux lässt die Krise kalt. Das Unternehmen hat trotz der schwachen Nachfrage seinen Gewinn glatt verdoppelt.
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STOCKHOLM. Die weltweite Finanzkrise scheint einen großen Bogen um die Küche und den Waschkeller gemacht zu haben: Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten, Electrolux aus Schweden, überraschte gestern selbst die optimistischen Analysten. Die Nummer 2 im Haushaltsgerätemarkt nach dem US-Konzern Whirlpool konnte im dritten Quartal den Vorsteuergewinn gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppeln.

Der Gewinn stieg um 90 Prozent auf 2,2 Mrd. Kronen (2219,1 Mio. Euro). Analysten hatten mit nur 1,3 Mrd. Kronen gerechnet. Die Fehleinschätzung der Experten führte an der Stockholmer Börse zu einem Kurssprung des Haushaltsgeräteriesen. Die Aktie zog zwischenzeitlich um fast 15 Prozent an. Am späten Nachmittag pendelte sich der Kursanstieg bei rund neun Prozent ein.

„Fast zu gut, um wahr zu sein“, beschrieb ein Stockholmer Analyst die Quartalszahlen. Electrolux-Chef Hans Stråberg, versuchte die Feierstimmung ein wenig zu dämpfen und warnte vor steigenden Preisen für gewisse Rohstoffe wie Kupfer, Aluminium, Zink und Stahl. „Die Spotpreise haben im dritten Quartal ihren Tiefpunkt erreicht und steigen sogar leicht“, sagte er in Stockholm. „Zieht die Konjunktur an, werden sie weiter steigen“.

Der Mutterkonzern von AEG hat in den vergangenen drei Monaten besonders von den niedrigen Rohstoffpreisen, einem rigorosen Sparkurs mit mehreren Werkschließungen in Westeuropa und dem erfolgreichen Versuch, die Preise für Premiumprodukte hoch zu halten, profitiert. Vor allem auf dem wichtigen Nordamerika-Markt konnte der schwedische Konzern trotz Krise wieder mehr seiner hochpreisigen Geräte absetzen.

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