Haushaltsgeräte
Electrolux bleibt pessimistisch für 2012

Nachdem das vergangene Jahr für Electrolux schon wenig rosig verlief, erwartet der schwedische Hersteller von Haushaltsgeräten auch für 2012 eine weiterhin schwache Nachfrage. Besser soll es in den USA laufen.
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StockhkolmNach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr erwartet der schwedische Haushaltsgeräte-Hersteller Electrolux einen anhaltend schwachen Absatz von Kühlschränken, Waschmaschinen und Geschirrspülern. „Wir rechnen nicht damit, dass sich die Nachfrage in den reifen Märkten in der ersten Hälfte des Jahres 2012 erholt“, erklärte Electrolux-Chef Keith McLoughlin am Donnerstag bei der Vorlage der Bilanz.

Lediglich für die USA sah McLoughlin einen Lichtstreifen am Horizont: „Es könnte einen gewissen Grad an Verbesserung im US-Markt zum Jahresende geben, unterstützt von einem moderaten Wachstum im Wohnungsbau.“ Deshalb rechnet der weltweit zweitgrößte Haushaltsgeräte-Hersteller, zu dem auch die deutsche Marke AEG gehört, für 2012 in den USA mit einer stagnierenden oder bis zu zwei Prozent wachsenden Nachfrage - während sie in Europa stagnieren oder um bis zu zwei Prozent schrumpfen soll.

Damit malt Electrolux ein ähnliches Bild wie der US-Konkurrent und Branchenprimus Whirlpool, der ebenfalls von einem moderaten Wachstum in den USA und einem sinkenden Absatz in Europa ausgeht. „Wir erwarten, dass sich der Trend in eine etwas positivere Richtung entwickelt - sich die Preise verbessern und die Kosten sinken“, verbreitete McLoughlin immerhin einen Hauch von Optimismus.

Haushaltsgeräte-Hersteller haben ein hartes Jahr hinter sich - wegen der Krisenstimmung in USA und Europa sank die Kauflaune und damit die Nachfrage nach Großgeräten für die Küche und die Wäsche. „Die Nachfrage begann schon Ende 2010 abzunehmen, während die Rohstoffkosten stiegen und die Preise für unsere Produkte sanken“, beschrieb Electrolux-Chef McLoughlin die Schwierigkeiten. Whirlpool und Electrolux hatten deshalb beide im vergangenen Jahr Stellenstreichungen und Sparprogramme angekündigt.

Bei Electrolux ging der Umsatz im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 102 Milliarden Schwedische Kronen (rund elf Milliarden Euro) zurück. Der operative Gewinn (ohne Einmalkosten und außerordentlicher Effekte) brach fast 40 Prozent auf 3,98 Milliarden Kronen (rund 450 Millionen Euro) ein. Im vierten Quartal lag das Minus bei 16 Prozent auf 1,44 Milliarden Kronen - das war allerdings noch besser, als es Analysten befürchtet hatten. Unter anderem deshalb notierten die Electrolux-Aktien 2,5 Prozent im Plus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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