Heftige Kritik: Epcos-Aktionäre fordern schnelle Wende

Heftige Kritik
Epcos-Aktionäre fordern schnelle Wende

Die Aktionäre des Münchener Elektronikherstellers Epcos sind sauer. Die seit Jahren enttäuschenden Zahlen der ehemaligen Siemens-Tochter und ein damit einhergehender niedriger Aktienkurs sorgten gestern auf der Hauptversammlung für harsche Kritik der Anteilseigner am Management.

jojo MÜNCHEN. „Wenn unser Kapital nur verbrannt werden soll, dann bin ich dafür, das Unternehmen lieber gleich zu schließen oder zu verkaufen“, sagte Willi Bender von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger(SdK).

Der Aktionärsschützer stand mit seiner Kritik nicht alleine da. „Sie sind viel zu spät dran mit allen Maßnahmen“, betonte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Zudem fehle dem Vorstand jede Perspektive und Phantasie. Bergdolt: „Es muss ihnen mehr einfallen als bisher.“

Die Vorwürfe an das Management haben ihren Grund: Mit dem Hersteller passiver elektronischer Bauelemente geht es seit Jahren rasant bergab. Seit 2001 ist der Umsatz von 1,9 Mrd. Euro auf zuletzt 1,2 Mrd. Euro gefallen. Zudem schrieb die Firma im vergangenen Geschäftsjahr (zum 30. September 2005) mit 119 Mill. Euro tief rote Zahlen. Entsprechend dümpelt der Aktienkurs derzeit mit knapp zwölf Euro auf einem Niveau, das er schon vor drei Jahren hatte.

Vorstand und Aufsichtsrat nahmen gestern die Schuld für das schlechte Abschneiden von Epcos auf sich. „Unsere Aktie ist kein attraktiver Titel gewesen und ihre Entwicklung war genauso unbefriedigend wie unser Geschäftsverlauf“, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Pegam. Aufsichtsratschef Klaus Ziegler sprach von „unternehmensinternen Schwierigkeiten“, die der Firma geschadet hätten. Dabei bezog sich Ziegler auf Probleme in der Fertigung, mit denen Epcos noch immer zu kämpfen hat.

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