Heftiger Schlagabtausch um Strategie
LBBW hält fünf Prozent an IWKA

Der Karlsruher Anlagenbauer IWKA hat einen neuen Anteilseigner: Mit gut fünf Prozent ist die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) eingestiegen.

HB KARLSRUHE. Die LBBW habe nach eigenen Angaben am vergangenen Mittwoch die Meldeschwelle von fünf Prozent überschritten und halte nun 5,11 Prozent an IWKA, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Montag mit. „Die Bank ist offenbar überzeugt von der Strategie, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Mit der LBBW hat IWKA nun den vierten Aktionär mit Beteiligungen von mehr als fünf Prozent. Zwei davon stehen dem Vorstand kritisch gegenüber.

Mit dem US-Investor Guy Wyser-Pratte, der eigenen Angaben zufolge rund 6,5 Prozent an IWKA hält, liefert sich der Vorstand seit dessen Einstieg einen heftigen Schlagabtausch über die Strategie des Konzerns. Der US-Amerikaner fordert eine radikale Neuausrichtung auf den Roboterbau für die Automobilindustrie. IWKA-Chef Hans Fahr will an der Verpackungstechnik als weiterem Standbein festhalten, hat aber begonnen, die Prozesstechnik zu verkaufen.

Auch der britische Hermes-Pensionsfonds, der sieben Prozent gemeldet hat, fordert einen raschen, wenn auch weniger radikalen Umbau. Zuletzt war die britische Bank Schroders mit fünf Prozent bei IWKA eingestiegen. Die US-amerikanische Capital Group und der britische Fondsverwalter Threadneedle liegen unter fünf Prozent. Ende November hatten Händler über größere Verkäufe in IWKA-Aktien berichtet, die den Kurs drückten. Wyser-Pratte hatte aber erklären lassen, er halte an seinem Engagement fest.

Die Analysten der LBBW hatten die IWKA-Aktie in einer Studie zuletzt als unterbewertet eingestuft und zum Kauf empfohlen. Ihr fairer Wert liege bei 23,03 Euro, hieß es in der Studie von Ende August. Am Montag schloss das Papier bei 19,79 Euro.

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