Heidelberg Cement
Baustoffkonzern überrascht mit Gewinnrückgang

Preisrückgänge in Schwellenländern haben bei Heidelberg Cement im abgelaufenen Quartal zu einem rückläufigen Gewinn geführt – entgegen der Markterwartungen. Der Konzern bekräftigt jedoch den Ausblick auf das Gesamtjahr.
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FrankfurtDer Baustoffkonzern Heidelberg Cement hat im ersten Quartal wegen Preisrückgängen in Schwellenländern entgegen der Markterwartung operativ weniger verdient. Auf vergleichbarer Basis, also einschließlich des Mitte 2016 übernommenen italienischen Produzenten Italcementi, sank der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen um drei Prozent auf 383 Millionen Euro, wie der Hersteller von Zement, Sand und Beton am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen mit einem Anstieg auf 405 Millionen Euro gerechnet.

Das Ergebnis in Europa und Nordamerika sei zwar trotz der wetterbedingt flauen Baukonjunktur deutlich gestiegen. Doch Preisrückgänge in den wichtigen Märkten Indonesien und Ghana sowie leicht höhere Energiekosen belasteten. Zudem war das Auftaktquartal vor Jahresfrist wegen der lebhaften Baukonjunktur und niedrigerer Energiekosten ungewöhnlich stark ausgefallen.

Der Dax-Konzern bekräftigte seinen Ausblick auf das Gesamtjahr: Der operative, um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn soll moderat und damit um rund fünf bis zehn Prozent steigen. Der Jahresüberschuss soll vor Sondereffekten deutlich, also zweistellig, verbessert werden. „Wir blicken weiterhin verhalten zuversichtlich auf das Jahr 2017“, erklärte Vorstandschef Bernd Scheifele.

Der Umsatz stagnierte auf vergleichbarer Basis bei 3,78 Milliarden Euro, durch die Übernahme von Italcementi stieg er um ein Drittel. Die Integration des früheren Familienunternehmens aus Bergamo mache gute Fortschritte, teilte Heidelcement weiter mit. Mehr als 2500 Stellen würden abgebaut, mehr als ursprünglich geplant, und die Anlagen auf Effizienz getrimmt. „Das Synergieziel von 470 Millionen Euro gilt unverändert“, ergänzte Scheifele.

In diesem Jahr liege besonderes Augenmerk auf dem Abbau der Verschuldung, die wegen der Übernahmekosten gestiegen war. Per Ende März lag sie bei 9,6 Milliarden Euro nach 5,9 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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