Heidelberg Cement
Dax-Konzern-Chef fordert Bankenzerschlagung

SPD-Chef Gabriel bekommt für seine Forderung nach einem Trennbanken-System weitere Unterstützung. Nach dem Chef der Münchener Rück, plädiert auch Bernd Scheifele von Heidelberg Cement für eine Zerschlagung der Banken.
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BerlinDer Chef des Baustoff-Konzerns Heidelberg Cement, Bernd Scheifele, hat sich für eine Zerschlagung der Banken eingesetzt. „Wir brauchen ein Trennbanken-System, wie es früher in den USA existierte“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ vom Donnerstag. „Das normale Bankgeschäft und das Investmentbanking sollten nicht gemeinsam betrieben werden“, forderte Scheifele. Der Chef des Dax-Konzerns stellt sich damit hinter eine Forderung von SPD-Chef Sigmar Gabriel. Auch Münchener-Rück-Chef Nikolaus von Bomhard hatte sich für einen entsprechenden Schritt bereits eingesetzt.

„Der Staat muss gewährleisten, dass die Spareinlagen der Bürger sicher sind und die Unternehmen mit ausreichend Kredit versorgt werden. Nicht mehr“, sagte Scheifele. Wenn Banken in anderen Geschäftsfeldern Probleme hätten, dürfe das nicht dem Steuerzahler aufgebürdet werden. Stattdessen sollten Gläubiger und Aktionäre von Investmentbanken das Risiko selbst tragen.

In den USA war im Zuge der Bankenreform 1933 nach der großen Wirtschaftskrise ein Trennbanken-System eingeführt worden. Geschäftsbanken wurden Spekulationsgeschäfte untersagt. Diese Trennung wurde 1999 wieder aufgehoben. Als Lehre aus der Finanzkrise ab 2008 wurden Investmentbanken sogar verpflichtet, auch als Geschäftsbanken zu agieren - um Krisen im Investmentbanking auffangen zu können.

In Deutschland gibt es hingegen traditionell ein sogenanntes Universalbanken-System, das Kredit- und Wertpapiergeschäfte vereint. Die Bundesregierung hatte sich im vergangenen Jahr offen für eine Neuordnung des Bankenwesens gezeigt, um Geschäftsbanken besser vor den Risiken des Spekulationsgeschäfts abzuschirmen. Darüber müsse allerdings auf internationaler Ebene diskutiert werden.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Heidelberg Cement: Dax-Konzern-Chef fordert Bankenzerschlagung"

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  • "...die vielleicht eine günstigere Finanzierung sichern würden.."

    Und wer zahlt die Zinsdifferenz: Der deutsche Bürger, wie es derzeit aussieht. Fakt ist doch, dass das Geschäftsmodell der Investmentbanken auf Lug und Trug beruht - anders wären die "Renditen" gar nicht erzielbar - siehe nur zB Fall West-LB.

    "Denn auch eine Investmentbank würde vom Staat gerettet, wenn die Verflechtung mit "soliden Geschäftsbanken" das erfordert."

    Gerade die Vermeidung einer solchen Verflechtung von volkswirtschaftlich relevanten Bereichen mit dem Kasinobetrieb ist ja Sinn und Ziel.

    Das Trennbankensystem wird weltweit von sehr einflussreichen Persönlichkeiten auch aus der Branche selbst gefordert.

    Die einzigen die kein Interesse hieran haben können sind die Schmarotzer der (privaten!) internationalen Hochfinanz, die dann um die Auszahlung der Spielbankgewinne/Gewinn aus legalem Betrug fürchten muss.

  • mit der MERKEL ist eben fast ALlES alternativlos!

  • Banken und Versicherungen "ein Staat im Staat" legalilsierte
    Betrueger deren Entscheidungen Boni-gebunden sind, leider !

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