
HB STUTTGART. Die Auftragsbücher des weltgrößten Druckmaschinenbauers Heidelberger Druck werden wieder dicker und stärken die Zuversicht des Unternehmens. Der Auftragsbestand sei im ersten Quartal des seit April laufenden Geschäftsjahres 2010/11 um 31,5 Prozent auf 810 Millionen Euro geklettert, teilte der seit vielen Quartalen rote Zahlen schreibende Hersteller von Bogendruckmaschinen am Dienstag mit. Damit sei der höchste Wert seit 18 Monaten erreicht worden. Heidelberger Druck sei auf dem richtigen Weg zurück in eine profitable Zukunft, sagte Finanzchef Dirk Kaliebe.
In den Umsätzen schlägt sich die seit einigen Monaten wieder zunehmende Nachfrage nach Maschinen für den Druck von Werbung, Verpackungen, Geschäftspost und Kalendern allerdings erst mit Verzögerung nieder. Im Auftaktquartal des Geschäftsjahres stieg der Umsatz - mit Rückenwind durch den schwächeren Wechselkurs des Euro zum Dollar - lediglich um knapp zehn Prozent auf 563 Millionen Euro.
Das Ergebnis des exportabhängigen Konzerns blieb im ersten Quartal noch tiefrot, da die Produktion noch nicht wieder auf vollen Touren läuft und der Schuldendienst Tribut fordert. Nach Steuern belief sich der Verlust auf 52 Millionen Euro nach 69 Millionen Euro vor Jahresfrist. Auch operativ steckte der mit manroland, Koenig & Bauer sowie Komori und Ryobi aus Japan konkurrierende Heidelberger Konzern noch in den roten Zahlen fest.
Am Ende dieses Geschäftsjahres werde - eine stabile Konjunkturentwicklung vorausgesetzt - ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erreicht, bekräftigte der Vorstand. Wegen der höheren Finanzierungskosten werde jedoch erneut ein deutlicher Fehlbetrag anfallen. Der der binnen zwei Jahren um ein Drittel auf 2,3 Milliarden geschrumpfte Umsatz soll wieder "moderat" steigen.