Heidelberger Druck
Neue Aufträge auf der Drupa hereingeholt

Der Maschinenbauer Heidelberger Druck hat sich auf der Branchenmesse Drupa mit neuen Aufträgen versorgt. So konnte die zuletzt schwache Kundennachfrage belebt werden. Angeblich geht es um dreistellige Millionenbeträge.
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StuttgartDer Maschinenbauer Heidelberger Druck hat auf der weltweit wichtigsten Branchenmesse Drupa in Düsseldorf zahlreiche neue Aufträge hereingeholt und damit eine Belebung der zuletzt schwachen Kundennachfrage verzeichnet. Mit dem Investitionsverhalten sei Heidelberger Druck „zufrieden“, teilte der weltgrößte Druckmaschinenanbieter am Mittwoch in Düsseldorf zur Halbzeit der noch eine Woche laufenden Fachmesse mit.

Die alle vier Jahre am Rhein stattfindende Messe liefere „wie erwartet Investitionsimpulse“, zog Vorstandschef Bernhard Schreier eine vorläufige Bilanz. Aus Unternehmenskreisen verlautete, Heidelberger Druck habe Kundenaufträge für neue Druckmaschinen mit einem dreistelligen Millionen-Volumen hereingeholt. „Für den weiteren Messeverlauf sind wir ebenfalls zuversichtlich“, sagte Schreier.

Das Branchentreffen gilt als wichtiger Gradmesser in der - trotz Arbeitsplatzabbau - mit Überkapazitäten kämpfenden Druckmaschinenindustrie. Die wirtschaftlichen Rahmendaten seien in der 60-jährigen Messe-Geschichte noch nie so schlecht wie 2012 gewesen, hatte Heideldruck-Chef Schreier vor Messebeginn gesagt.

Der Investitionsflaute will das seit Jahren Verluste schreibenden Unternehmen unter anderem mit neuen Maschinen für den Verpackungsdruck und einem forcierten Einstieg in die digitale Druck-Technik begegnen. Denn der vor allem für kleinere Druckaufträge und personalisierte Werbung geeignete Digitaldruck wird immer leistungsfähiger und nimmt den etablierten Druckmaschinenherstellern, die vor allem aus Deutschland kommen, beständig Marktanteile ab.

Heidelberger Druck verringert derzeit zum zweiten Mal binnen drei Jahren die noch rund 15.400 Mitarbeiter zählende Belegschaft um weitere 2000 Stellen, um künftig bereits bei Umsätzen von weniger als 2,4 Milliarden Euro Gewinne schreiben zu können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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