Heidelberger Druck
Weiteres Verlustjahr

Erst im nächsten Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen wieder schwarze Zahlen. In den vergangenen vier Jahren fuhr der weltgrößte Druckmaschinenbauer Verluste ein. 2014 soll eine Rückkehr in die Gewinnzone möglich sein.
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Stuttgart Trotz einer langsamen Belebung der Nachfrage hält die Durststrecke des weltgrößten Druckmaschinenbauers Heidelberg noch an. Der schon vier Jahre in den roten Zahlen feststeckende Weltmarktführer kündigte heute ein weiteres Verlustjahr ohne Dividendenzahlung an und vertröstete die leidgeprüften Anteilseigner mit der Rückkehr in die Gewinnzone auf das nächste Geschäftsjahr.

„Es wird dieses Jahr noch nicht für einen Überschuss reichen“, räumte Vorstandschef Bernhard Schreier ein. Dies gelte, obwohl die Druckereien rund um den Globus zuletzt so viele neue Bogendruckmaschinen orderten wie seit vier Jahren nicht mehr. Heideldruck muss zunächst den teuren Stellenabbau auf knapp 14.000 Mitarbeiter schultern, den zweiten personellen Aderlass in wenigen Jahren. Vor fünf Jahren hatte der mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent weltweit führende Hersteller von Druckmaschinen für die Massenproduktion von Broschüren, Plakaten, Verpackungen und Geschäftspost noch knapp 20.000 Beschäftigte.

„Wir haben ein enttäuschendes Geschäftsjahr hinter uns“, sagte Schreier zur im März zu Ende gegangenen Finanzperiode 2011/12. Der Umsatz schrumpfte um 1,3 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro - geplant war ein Anstieg auf 2,8 Milliarden Euro. Auch der Auftragseingang fiel mit 2,56 Milliarden Euro sieben Prozent schwächer als vor Jahresfrist aus und blieb 200 Millionen Euro hinter der Planung zurück. Unter dem Strich verbuchten die mit Komori aus Japan und Koenig & Bauer aus Bayern konkurrierenden Heidelberger einen Verlust von 230 Millionen Euro, fast doppelt so viel wie im Vorjahr.

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