Heidelberger Druckmaschinen
Heideldruck schreibt wieder schwarze Zahlen

Bei Heidelberger Druckmaschinen macht der Sanierungskurs Fortschritte: Im abgelaufenen Quartal hat der Maschinenbauer erneut schwarze Zahlen geschrieben. Die Anleger honorieren die positive Entwicklung.

FrankfurtDer frühere Dax-Konzern Heidelberger Druckmaschinen ist nach verlustreichen Krisenzeiten etwas im Aufwind. Im dritten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember 2015 erwirtschaftete die nur noch im Kleinwerte-Index S-Dax gelistete Firma einen leichten Gewinn von 7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Heidelberg mitteilte. Ein Grund ist der schwache Euro.

Rechnet man die bisherigen drei Quartale des Geschäftsjahrs 2015/16 zusammen, ergibt sich zwar noch ein leichter Verlust von sieben Millionen Euro. Verglichen mit dem Minus des Vorjahreszeitraums von 95 Millionen Euro sieht es nun aber besser aus. Es gehe aufwärts, ist die Chefetage überzeugt. „Wir erwarten im Gesamtjahr nach Steuern ein deutliches positives Ergebnis“, sagte Finanzvorstand Dirk Kaliebe.

Firmenchef Gerold Linzbach betonte: „Insgesamt sind wir auf einem guten Weg.“ Der Digitaldruck und Service-Geschäfte hätten sich sehr positiv entwickelt. Im traditionellen Offset-Druck laufe es hingegen weiter schwierig. „Es wird ein permanenter Kampf sein, um diesen Markt profitabel zu bestreiten.“ Man sei hierfür aber gut gerüstet. An der Börse schnellte die Aktie um zwischenzeitlich 15 Prozent nach oben.

Die Druckmaschinen-Branche war schwer gebeutelt von der Wirtschaftskrise. Seit Jahren versucht sich Heideldruck gesundzuschrumpfen, von einst knapp 20.000 Mitarbeitern sind inzwischen noch 11.619 übrig. Künftig soll beim Personal aber nicht mehr stark gekürzt werden. „Mit der großen Anpassung der Mitarbeiterzahl sind wir durch“, sagte Linzbach. Problematisch ist die Lage in China – wegen der dortigen konjunkturellen Probleme brach das Geschäft in dem Land um die Hälfte ein.

Der Umsatz insgesamt entwickelte sich positiv – im dritten Geschäftsquartal stieg er den Angaben zufolge um 15 Prozent auf 640 Millionen Euro. Dies lag großteils aber an Zukäufen sowie am relativ schwachen Euro – Verkäufe in anderen Währungen wirken sich sehr positiv aus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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