Heideldruck-Chef Linzbach weiter krank
Finanzchef Kaliebe springt vorübergehend ein

Seit mehr als einem Monat muss der Maschinenbaukonzern Heidelberger Druck ohne seinen Chef Gerold Linzbach auskommen. Nun springt der Finanzchef ein. Wann Linzbach zurückkehrt, sei noch nicht absehbar, so ein Sprecher.
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FrankfurtDer kriselnde Maschinenbauer Heidelberger Druck muss weiterhin ohne seinen Chef auskommen. Die Genesung des erkrankten Gerold Linzbach dauere länger als erwartet, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Finanzchef Dirk Kaliebe sei deshalb zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden berufen worden. „Bis zur Rückkehr von Dr. Linzbach haben wir dessen Aufgaben auf Herrn Kaliebe übertragen“, sagte Aufsichtsratschef Siegfried Jaschinski. Schon bei der Vorstellung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2014/15 Anfang Juni wurde Linzbach durch den Finanzchef vertreten. Damals hieß es noch, Linzbach sei kurzfristig erkrankt, werde aber recht schnell wieder an Bord sein.

„Wir hoffen, dass der Genesungsprozess vorangeht, damit sich Herr Linzbach nach vollständiger Genesung wieder seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender in vollem Umfang und gewohnter Weise widmen kann“, sagte Jaschinski. „Der eingeschlagene Weg der Neuausrichtung wird wie geplant weiter umgesetzt.“ Wann Linzbach zurückkehrt, sei noch nicht absehbar, sagte ein Sprecher.

Angesichts der sinkenden Nachfrage nach neuen Maschinen der Kurpfälzer, will der Weltmarktführer für Bogenoffsetdruckmaschinen das weniger schwankungsanfällige und profitablere Geschäft mit Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien ausbauen. Nach roten Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr hat der Konzern ab dem laufenden Geschäftsjahr nachhaltig schwarze Zahlen in Aussicht gestellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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