Heimwerker-Sparte übertrifft Konzernvorgaben
Bosch-Werkzeuge sind gefragt

Deutschlands größter Hersteller von Elektrowerkzeugen, Bosch, ist gut in das laufende Jahr gestartet. Die Schwaben zeigen sich ebenfalls optimistisch, die akute Schwäche des US-Marktes zu kompensieren. Die Nachfrage nach Elektrowerkzeugen für Heimwerker und Profis zog stark an.

STUTTGART. „Wir haben weltweit gute Chancen, wie in 2006 zu wachsen“, sagte der Chef der Bosch-Sparte Power Tools Uwe Raschke dem Handelsblatt. Ziel ist ein Umsatzplus von mindestens fünf Prozent. Nach „zweistelligem Wachstum im ersten Quartal“ liegen die Schwaben derzeit über Plan. Im vergangenen Jahr hatte die Sparte beim Umsatz um 6 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro zugelegt. Die Rendite des Geschäftsbereichs lag nach Raschkes Aussage 2006 über dem Unternehmensdurchschnitt. Zielgröße im Bosch-Konzern ist ein Vorsteuer-Ergebnis in Höhe von sieben bis acht Prozent des Umsatzes.

Die Geschäftsaussichten in Nordamerika, wo Bosch ein Drittel seines Umsatzes erzielt, bezeichnete Raschke wegen der dramatischen Schwäche des Immobilienmarktes als „unsicher“. Die Nachfrage nach Elektrowerkzeugen für Heimwerker und Profis hängt eng mit der Bautätigkeit zusammen. 2006 musste Bosch im größten Heimwerkermarkt der Welt bereits einen Umsatzrückgang um drei Prozent hinnehmen. Der gesamte nordamerikanische Markt für handgehaltene Geräte büßte im vergangenen Jahr fünf Prozent auf 2,6 Mrd. Euro ein.

Den großen US-Konkurrenten Black & Decker traf es dabei besonders hart. Im vierten Quartal 2006 brach dessen Umsatz um zehn Prozent ein, im Gesamtjahr ging der Umsatz leicht auf 6,4 Mrd. Dollar zurück. Stationäre Maschinen wie Tischkreissägen einberechnet, bei denen Bosch schwächer vertreten ist, liegt der US-Konkurrent insgesamt bei Elektrowerkzeugen noch deutlich vor der Bosch-Sparte. Der Weltmarkt für Elektrowerkzeuge, einschließlich Gartengeräte, liegt bei knapp 20 Mrd. Euro. Rund acht Mrd. Euro entfallen dabei auf die Bosch-Domäne „handgehaltene Elektrowerkzeuge“. Branchenexperten gehen von Wachstumsraten von drei Prozent für die kommenden Jahre aus. Wie in den vergangenen drei Jahren, will Raschke auch künftig stärker als der Markt zulegen. Generell will Bosch vor allem aus eigener Kraft wachsen. „Für Zukäufe kommen in erster Linie die Bereiche Zubehör und Garten in Frage“, räumt Raschke ein. Beim Bietergefecht um den mit über 730 Mill. Euro teuren Gartengerätehersteller Gardena ließ Bosch allerdings wegen des hohen Preises dem schwedischen Konkurrenten Husqvarna den Vortritt.

Bosch setzt vor allem auf den Einbau der Litium-Ionen-Akkus. Die kleineren und leistungsstärkeren Akkus ermöglichten erst den Erfolg des Mini-Bohrschraubers „Ixo“ – mit über sechs Millionen Stück das derzeit weltweit meistverkaufte Elektrowerkzeug. Das leichte und handliche Gerät kam besonders gut bei Frauen und älteren Menschen an. Eingepackt in eine Blechdose mit Schleife schaffte der „Ixo“ den ungewöhnlichen Sprung vom Werkzeug zum Lifestyle-Geschenkartikel. Die Litium-Ionen-Technik findet jetzt auch in elektrischen Gartengeräten Platz. Erstmals bringt Bosch einen leistungsstarken und dennoch leichten Akku-Rasenmäher heraus.

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