Heineken will Vertrieb von Inbev-Gerät verhindern
Brauriesen streiten um Patent für Zapfanlage

Der niederländische Brauriese Heineken streitet sich mit dem belgisch-brasilianischen Braukonzern Inbev um das Patent für eine Heimzapfanlage.

ire DÜSSELDORF. Nach Meinung von Heineken und dessen Gerätehersteller Krups verletzen Inbev und dessen Anlagenbauer Philips in ihrer Heimzapfanlage verschiedene Patente beziehungsweise Gebrauchsmuster. Heineken reklamiert einen vollständigen Anspruch auf Techniken, die in seiner Zapfanlage namens „Beer-Tender“ verwendet werden.

Durch ein Gerichtsverfahren will Heineken die eigenen Erfindungen gegen den Missbrauch durch Dritte schützen. Heineken fordert in dem Verfahren ein Verkaufsverbot der Heimzapfanlage von Philips und Inbev in den Niederlanden und in Deutschland. Die betreffenden Patente für Deutschland seien beim Deutschen Patent- und Markenamt in München hinterlegt, teilte Heineken mit.

Im deutschen Einzelhandel ist die Inbev-Zapfanlage „Perfect-Draft“ erst seit kurzem erhältlich, sie kostet knapp unter 200 Euro. In den speziell für diese Anlage hergestellten Sechs-Liter-Fässern bietet Inbev die Biermarken Beck’s, Diebels, Dinkelacker und Hasseröder an. Inbev-Mitarbeiter standen gestern nicht für Auskünfte zur Verfügung, auch Heineken beschränkte sich auf eine Presseerklärung.

Heineken-Chef Jean-Francois van Boxmeer hatte erst kürzlich auf einer Branchenveranstaltung in München gelästert, es erfülle ihn mit Stolz, dass der Konkurrent das niederländische Produkt abkupfere.

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