Heiztechnik
Vaillant beackert den Markt

Aus dem Bergischen Land in alle Welt: Das Heiztechnikunternehmen Vaillant aus Remscheid hat sich in dieser Sparte zur Nummer zwei Europas gemausert, doch statt Volldampf ist jetzt zunächst Realismus angesagt. Grund zur Sorge gibt die aktuelle Prognose allerdings nicht.

mjh DÜSSELDORF. Nach dem Rekordjahr 2006 nimmt der Remscheider Heiztechnikspezialist Vaillant Group Druck aus dem Kessel. Auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf kündigte Claes Göransson, Chef der Familienfirma, für 2007 ein weiteres Umsatzplus von fünf Prozent an. Die Ergebnisprognose fiel jedoch verhalten aus. Angesichts steigender Rohstoffpreise „werden wir hart arbeiten müssen, um das Vorjahresresultat zu halten“, kündigte Göransson an. 2006 hatte Vaillant bei einem Umsatzplus von elf Prozent auf knapp zwei Mrd. Euro ein drei Prozent höheres operatives Ergebnis (Ebita) von 228 Mill. Euro erzielt.

Rückenwind erhofft sich die Nummer zwei in Europa von den wachsenden Märkten Osteuropas sowie der zunehmenden Nachfrage nach effizienter Heiztechnik in Westeuropa. Da Brennstoffe wie Öl und Gas immer teuer würden, könnten viele Hausbesitzer durch den Einsatz moderner Brennwerttechnik in Kombination mit Solarthermieanlagen viel Geld sparen und außerdem einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Wärmemarkt hat mit 35 Prozent den größten Anteil am Energieverbrauch der EU. Angesichts eines Durchschnittsalters der in Deutschland installierten Heizkessel von 24 Jahren seien die möglichen Einsparpotenziale enorm, sagte Vaillant-Manager Dieter Müller.

Vaillant hat sich durch eine gezielte Erweiterung des Produktangebots und des internationalen Servicenetzes auf die Verschiebungen im Heiztechnikmarkt eingestellt. In Deutschland ist der Absatz von Brennwertkesseln 2006 um rund zehn Prozent gestiegen, zugleich sank der Verkauf von herkömmlichen Anlagen etwa im gleichen Umfang. Nach Ansicht von Branchenexperten setzt sich der aktuelle Nachfrageboom für Anlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, fort. Dazu zählen Holzheizkessel, Solarthermienanlagen und Wärmepumpen.

In den ersten drei Monaten 2007 verzeichnete Vaillant ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr von zwei Prozent auf 459 Mill. Euro. Das Ebita verschlechterte sich um ein Viertel auf 31 Mill. Euro.

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