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09.03.2007 

In zwei Jahren schnellte die Zahl der verkauften Kisten auf 100 000 pro Jahr in die Höhe. 2004 waren es 1,8 Millionen, und Frank verkaufte seine Marke an den Spirituosenkonzern Bacardi – für zwei Milliarden Dollar. „Seitdem betrachten Leute den Wodka-Markt nur noch mit Dollar-Zeichen in den Augen“, sagt Kay Olsen, ein ehemaliger Manager von Marktführer „Smirnoff“, die heute kleine Wodka-Marken berät.

Auch bei Craig Dieffenbach ist es die Lust aufs ganz große Geld, die ihn treibt. 1997 verkaufte Dieffenbach seinen Stadtführer „SeattleOnline“, den er aufgebaut hatte, für ein hübsches Sümmchen. Aber er war erst 45 Jahre alt, also was tun mit dem neuen Vermögen? Er entschied sich für das Geschäft mit Wodka. Die edlen Partys in Aspen sind zentrale Elemente seiner Marketingstrategie. „Es war phantastisch“, sagt Dieffenbach über die Sause mit Heidi Klum. „Es war unglaublich gut für die Marke.“ Zu einer früheren Hendrix-Wodka-Party hatte er schon die Sängerin Mariah Carey begrüßen können.

Attraktiv am Geschäft mit Wodka ist, dass der klare Schnaps relativ einfach und billig herzustellen ist. So sind Gewinnmargen von 40 Prozent und mehr im Wodkabusiness keine Seltenheit.

Brennereien profitieren von dem Boom. Florida Distillers, Tochter der schwedischen V&S Vin & Spirit AG, hat schon mehrere Produktionslinien auf Wodka umgestellt – etwa auf eine Variante mit Koffein namens „p.i.n.k.“. „Wir bekamen sehr viele Anfragen, und ich hielt das für gutes Geschäft“, sagt Chris Kearns, Vizepräsident von Florida Distillers.

Manchen wird es gar schon zu viel. Gray Ottley, Inhaber von Distilled Resources Inc. in Idaho, nimmt keine neuen Wodka-Aufträge mehr an. 19 verschiedene Marken stellt er bereits her. Ottley fürchtet, dass die Wodka-Blase bald platzt. „Wir wurden völlig überrannt“, sagt er. „Ständig klingelte das Telefon.“

Ehe Ottley aufgab, machte er allerdings einen Vertrag mit Craig Dieffenbach über die Herstellung von „Hendrix Electric Vodka“. 5,4 Millionen Dollar haben Dieffenbach und einige Investoren – unter ihnen auch Jimi Hendrix’ Bruder Leon – in die neue Marke gesteckt. Vor einem Jahr organisierte er sogar eine Party am Rande der Oscar-Verleihung in Los Angeles, auf der sich sogar Oscar-Preisträger wie Philip Seymour Hoffman blicken ließen.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Nur wenige der Wodka-Glücksritter haben so viel Geld zur Verfügung wie Dieffenbach.

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