Hersteller-Rangliste
GM könnte Toyota überholen

Laut einer neuen Studie verschiebt sich die Rangordnung der größten Autohersteller grundlegend. Ende des Jahres könnte wieder ein US-Hersteller vorne liegen. Langfristig deutet vieles auf einen Vierkampf hin.
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FrankfurtDer Weltautomobilmarkt steht im laufenden Jahr vor der grundlegendsten Neuordnung seit Jahrzehnten. Nach einer Studie des Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, wird sich die Rangfolge auf den ersten drei Plätzen bis Ende des Jahres komplett verschieben.

Der größte US-Hersteller, der Opel-Mutterkonzern General Motors, wird demnach mit insgesamt 8,8 Millionen Pkw-Verkäufen wieder zum absatzstärksten Automobilhersteller aufsteigen und den japanischen Konkurrenten Toyota an der Spitze ablösen. Auch Volkswagen zieht mit 8,25 Millionen Pkw an den Japanern vorbei, deren Verkäufe nach der Prognose auf rund 7,5 Millionen Pkw fallen werden.

Bereits im kommenden Jahr könnte erneut ein Wechsel anstehen. „Verschärfen sich die Probleme auf dem US-Absatzmarkt, könnte Volkswagen bereits im Jahr 2012 zum größten Automobilhersteller aufsteigen“, glaubt Stefan Bratzel, Leiter des Instituts in Bergisch Gladbach. In der Branche entwickelt sich damit eine neue Rangordnung.

76 Jahre lang hatte GM die Liste angeführt und war erst 2008 von Toyota überholt worden, die seitdem die Spitze verteidigten. Doch die massiven Produktionsschwierigkeiten in Folge der schweren Naturkatastrophe in Japan haben den früheren Branchenprimus zurückgeworfen. Längerfristig geht Bratzel von einem Vierkampf um die Absatzkrone aus, da sich mit dem koreanischen Konzern Hyundai und dessen Schwestermarke Kia ein neuer Angreifer positioniere, der dieses Jahr bereits den vierten Rang erobern werde.

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