Hersteller rufen nach Staatshilfe
Auto-Absatzzahlen brechen weiter ein

Die Angst vor einem Abschwung und teurere Kredite infolge der Finanzmarktkrise halten die Europäer vom Kauf neuer Autos ab. Im September ging die Zahl der Neuzulassungen nach Angaben des deutschen Branchenverbandes VDA vom Dienstag um acht Prozent auf 1,3 Millionen Pkw zurück.

HB DÜSSELDORF. In Westeuropa waren es neun Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Eingebrochen seien die Verkaufszahlen vor allem in Spanien (32 Prozent) und Großbritannien (21 Prozent), wo sich die Immobilienkrise besonders bemerkbar mache. Schon in den Sommermonaten waren die Autoverkäufe in Europa drastisch zurückgegangen.

Im bisherigen Jahresverlauf hinkt der Absatz in Europa laut VDA mit 11,7 Millionen um vier Prozent hinter dem Vorjahr her. Auch in Osteuropa, lange eine Stütze, trübt sich die Lage ein: Dort ergab sich von Januar bis September nur noch ein Plus von drei Prozent.

Weltweit gingen die Absatzzahlen im September bei einigen Herstellern zum Teil deutlich zurück: Toyota verlor 6,8 Prozent, GM 18,1 Prozent, Ford 11,4 Prozent, Chrysler 45 Prozent und Peugeot 9,0 Prozent. Auch die deutschen Hersteller verloren kräftig: BMW verkaufte 15,4 Prozent weniger Autos, Daimler 6,3 Prozent und Opel 19,1 Prozent. Positive Ausnahme ist Volkswagen: Die Gruppe konnte beim Absatz um 1,4 Prozent zulegen.

Die Lage und das 500 Milliarden Euro schwere Rettungspaket für die Finanzwirtschaft weckt wegen der insgesamt schlechten Zahlen auch bei den Autobauern Begehrlichkeiten: Angesichts der weltweiten Finanzkrise müsse auch die EU die Realwirtschaft stärken, forderte der VDA. Sein Präsident Matthias Wissmann sagte, wenn die Autoindustrie in anderen Ländern Staatskredite und Finanzhilfen erhalte, müsse Deutschland darauf reagieren, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.

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