Hersteller von Grippostad und Ladival
Schwacher Rubel drückt auf Gewinn von Stada

Der Betriebsgewinn des deutschen Arzneimittelherstellers Stada ist nach vorläufigen Zahlen um zehn Prozent abgerutscht. Der schwache Rubel trübt das wichtige Russland-Geschäft des hessischen Unternehmens.

DüsseldorfDie Rubel-Schwäche im wichtigen Russland-Geschäft hat dem Generikahersteller Stada im abgelaufenen Jahr zugesetzt. Nach vorläufigen Zahlen sei der Betriebsgewinn (Ebitda) um zehn Prozent auf 377,1 Millionen Euro gesunken, teilte der Hersteller des Erkältungsmittels Grippostad und der Sonnencreme Ladival am Montag mit.

Allein für Kurseffekte seien Belastungen von 16,9 Millionen Euro angefallen. Der Umsatz habe hingegen um drei Prozent auf 2,12 Milliarden Euro zugelegt. Geringere Abschreibungen als im Vorjahr hätten unter dem Strich zu einer Steigerung des Konzerngewinns um 71 Prozent auf 110,4 Millionen Euro geführt. Der Hauptversammlung solle eine Dividendenerhöhung auf 70 von 66 Cent je Aktie vorgeschlagen werden.

Stada hatte im November nach einem schwächeren Neun-Monats-Ergebnis für das Gesamtjahr einen deutlichen Gewinnrückgang prognostiziert. Wegen der guten Entwicklung in Großbritannien, Spanien und den Niederlanden hatten die Hessen einen leichten Umsatzanstieg in Aussicht gestellt.

Im laufenden Jahr erwartet Stada ein leichtes Wachstum bei dem um Währungs- und Portfolioeffekte bereinigten Konzernumsatz, dem bereinigten Ebitda und dem bereinigten Konzerngewinn. Im ersten Quartal rechne der Vorstand mit einer „etwas gedämpfteren Entwicklung“.

Die endgültigen Zahlen und die konkrete Prognose will Stada am 23. März veröffentlichen. Die Stada-Aktien rutschten nach den Nachrichten tiefer ins Minus und verloren am Nachmittag 3,2 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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