Hersteller von Kassensystemen und Geldautomaten übertrifft Analystenschätzungen
Wincor Nixdorf hat glänzendes Halbjahr hinter sich

Wincor Nixdorf hat ein Händchen für Geld. Der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen übertraf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2004/2005 die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn.

HB DÜSSELDORF. „Das Umsatz- und Ergebniswachstum im ersten Halbjahr bestätigt unsere Einschätzung für das Gesamtjahr“, teilte Firmenchef Heinz Stiller am Dienstagabend bei Vorlage der Bilanzzahlen in Paderborn mit. Wincor hatte nach einem starken Auftaktquartal seine Prognosen für das Gesamtjahr angehoben.

Im Zeitraum Oktober bis März sei der Umsatz um 14,7 Prozent auf 840,9 (Vorjahr: 733) Millionen Euro gestiegen, hieß es. Wechselkursbereinigt betrug der Anstieg 16,7 Prozent. Im zweiten Vierteljahr legte der Umsatz um 12,3 Prozent auf 385,8 (343,5) Millionen Euro zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) legte im Halbjahr um 29,5 Prozent auf 62,8 (49) Millionen Euro zu.

Analysten hatten im Mittel einen Umsatz von 831 Millionen Euro und ein Ebita von 59 Millionen Euro prognostiziert.

Nach Steuern kletterte der Gewinn den Angaben zufolge auf 23,9 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Wincor 22,5 Millionen Euro inklusive einer Steuerrückerstattung verbucht. Als Grund für den deutlichen Anstieg nannte Wincor ein straffes Kostenmanagement.

Die aus einer Siemens-Tochter hervorgegangene Wincor Nixdorf hatte im ersten Quartal hohe Zuwachsraten erzielt und daraufhin ihre Jahresplanung angehoben. Im Gesamtjahr peilt Wincor nun einen Anstieg des Ebita um zwölf Prozent an und ein Plus des Konzernumsatzes von zehn Prozent.

Nach Einschätzung von Vorstandschef Karl-Heinz Stiller sind langfristig diese Wachstumsraten aber nicht zu halten. So hatte er in einem Interview erklärt, langfristig würden sechs Prozent beim Umsatz und acht Prozent beim Gewinn erwartet.

Im Geschäftsjahr 2003/04 hatte Wincor ein Ebita von 116 Millionen Euro verbucht und einen Umsatz von knapp 1,6 Milliarden Euro.

Die im Nebenwerteindex MDax gelisteten Aktien hatten am Dienstagabend mit 63,05 Euro rund ein Prozent im Minus geschlossen.

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