Herstellerverband ACEA
Zetsche bleibt europäischer Auto-Cheflobbyist

Dieter Zetsche bleibt Präsident des Europäischen Automobil-Herstellerverbandes ACEA. Der Daimler-Chef sei bis Ende 2011 bestätigt worden, teilte der Verband mit. Derweil hält bei Daimler der Absatzboom an.
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HB STUTTGART. Daimler-Chef Dieter Zetsche bleibt an der Spitze des Europäischen Automobil-Herstellerverbandes ACEA. Der 57-Jährige sei bis Ende 2011 als Präsident bestätigt worden, teilte der Verband am Freitag in Brüssel mit. Der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter Autobauers hatte das Amt Anfang des Jahres von Renault-Chef Carlos Ghosn übernommen.

"Die europäische Automobilindustrie erholt sich von der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber das wirtschaftliche Umfeld in Europa bleibt sehr herausfordernd", sagte Zetsche laut Mitteilung. Trotzdem komme die Branche auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität voran. Dies ist eines der Schwerpunktthemen des Verbandes, hinzu kommen Bereiche wie Straßenverkehrssicherheit und die europäische Industriepolitik.

Der Verband beteiligt sich unter anderem an der Diskussion zum erlaubten CO2-Ausstoß von Fahrzeugen. Zudem erstellt der ACEA eine monatliche Zulassungsstatistik über die Neuwagenverkäufe in den EU-Mitgliedsländern und ihnen assoziierten Staaten.

Zeitgleich zu Zetsches Bestätigung im Amt konnte der Konzern Erfolge bei den Absatzzahlen melden. Im November verkaufte Daimler weltweit 14,2 Prozent mehr Pkw seiner Markengruppe Mercedes-Benz Cars als ein Jahr zuvor. Der Autohersteller teilte am Freitag in Stuttgart mit, von den Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach seien im vergangenen Monat weltweit 112 300 Fahrzeuge ausgeliefert worden.

Von der Marke Mercedes-Benz setzte Daimler im November mit 105 200 Autos 18,6 Prozent mehr Fahrzeuge ab als vor Jahresfrist. Damit markierte die Marke mit dem Stern im zurückliegenden Monat einen Absatzrekord, wie Vertriebschef Joachim Schmidt sagte. Vor allem in den USA, China und auf dem deutschen Markt seien Mercedes-Fahrzeuge gefragt.

Der Kleinwagen Smart erwies sich dagegen wie in den Vormonaten als Ladenhüter: Die Auslieferungen der Marke sanken um 26,5 Prozent auf 7100 Fahrzeuge.

Daimler werde wie geplant im laufenden Jahr in der Markengruppe einen Absatzzuwachs von mindestens zehn Prozent erreichen, bekräftigte der Vertriebschef. Per Ende November lag der Absatz der von Daimler weltweit ausgelieferten Pkw mit knapp 1,15 Millionen Stück um 12,5 Prozent über Vorjahr.

Mit den bis Ende November 130 100 in China ausgelieferten Mercedes-Pkw übertrafen die Stuttgarter vorzeitig ihr selbstgestecktes Ziel für dieses Jahr. In Aussicht gestellt hatte Daimler für 2010 den Verkauf von 120 000 Pkw im Reich der Mitte.

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