Herz-Kreislauf Medikament
Roche beendet Entwicklung von Dalcetrapib

Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern ROCHE gibt die Entwicklung des Herz-Kreislauf-Medikaments Dalcetrapib auf. Das Medikament habe sich in einer Phase-III-Studie als unwirksam erwiesen.
  • 1

Zürich Roche Forschungschef Jean-Jacques Garaud hatte im vergangenen September von einem Umsatzpotenzial des Medikaments von bis zu zehn Milliarden Dollar gesprochen und Vorteile gegenüber Konkurrenz-Entwicklungen des Rivalen Merck & Co angedeutet. In der dal-OUTCOMES Phase-III-Studie hatte Roche die Wirksamkeit und Sicherheit von Dalcetrapib als Zusatzmedikament zur Standardtherapie bei Patienten mit einer stabilen Herz-Kreislauf-Erkrankung, die kürzlich ein akutes Koronarsyndrom erlitten haben, untersucht.

Es sei ein sehr ehrgeiziges Ziel, das Infarkt- und Schlaganfallrisiko weiter zu senken. "Wir haben deshalb immer betont, dass eine erfolgreiche Entwicklung von Dalcetrapib ein äußerst risikoreiches Projekt ist. Dennoch sind wir enttäuscht, dass der Wirkstoff den Patienten in der Studie keinen Nutzen gebracht hat", sagte Hal Barron, Chief Medical Officer und Leiter der globalen Produktentwicklung bei Roche. Die unabhängige Überprüfungsbehörde hätten allerdings keine Sicherheitsbedenken geäußert.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Herz-Kreislauf Medikament: Roche beendet Entwicklung von Dalcetrapib"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Nach den Avastinpleiten hatte Roche alles auf die Karte Dalcetrapib gesetzt. CEO Severin Schwan mokkierte sich immer wieder ueber die Diversifizierungs-Strategien der Konkurrenz, auch die in der gleichen Stadt, und propagierte immer wieder vom hohen Ross herab das Blockbuster-Modell. Dies raecht sich nun. Das Scheitern von Dalcetrapib in Phase III kostet immense Summen, und wird unweigerlich weitere Kostenreduzierungen -sprich Entlassungen wie in 2010- erzwingen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%