Hessen
Absatzkrise torpediert Opel-Rettung

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und der Opel-Vorstand sehen die Verhandlungen über eine staatliche Milliarden-Bürgschaft für den Autobauer zwar auf „einem guten und vernünftigen Weg“. Doch die Absatzkrise im deutschen Automobilbau torpediert die Rettungspläne zusätzlich. Opel-Chef Demant mahnte daher politische Impulse an, um das Neuwagengeschäft anzukurbeln.

HB RÜSSELSHEIM. Koch, der sich am Vormittag mit Vorstand und Betriebsrat des Autobauers getroffen hatte, gab sich allerdings optimistisch. Nach derzeitigem Stand gebe es keine Argumente für unausräumbare Hindernisse, sagte der DU-Politiker in Rüsselsheim. Opel-Chef Hans Demant fügte hinzu, es könnten momentan noch keine Details der Verhandlungen genannt werden.

Gleichwohl nahm Demant die sich verschärfende Absatzkrise im deutschen Automobilbau zum Anlass, zusätzliche politische Impulse einzufordern, um das Neuwagengeschäft anzukurbeln. Es gebe eine ganze Reihe von Ideen, die den Automarkt positiv beeinflussen könnten, sagte er.

Dazu gehöre eine Verschrottungsprämie für Autos, die älter als zehn Jahre seien, zinsgünstige Darlehen beim Kauf besonders umweltfreundlicher Autos oder auch eine zeitlich befristete Steuerbefreiung für Fahrzeuge mit niedrigem CO2-Ausstoß. Langfristig sei auch eine CO2-basierte Kfz-Steuer eine geeignete Maßnahme, sagte Demant.

Opel ist derzeit vor allem durch die Situation des US-Mutterkonzerns General Motors bedroht. Da die Zukunft von GM ungewiss ist, bemüht sich Opel seit Wochen um eine Bürgschaft von Bund und Ländern.

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