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14.08.2008 
Hafenkonzern

HHLA trotzt Abschwächung der Weltwirtschaft

Die Hamburger Hafengesellschaft HHLA verdient trotz erster Anzeichen einer Abschwächung des Containerbooms glänzend. Der Umsatz kletterte um 18 Prozent auf 660 Mill. Euro, wie der Logistikkonzern am Donnerstag mitteilte.

HB HAMBURG. Dank einer hohen Auslastung der Containerterminals hielten sich die Kosten in Grenzen. Entsprechend kräftig legte der Betriebsgewinn (Ebit) um fast 40 Prozent auf 193 Mill. Euro zu. Auch in den nächsten Monaten will die HHLA ungeachtet der schwächeren Weltwirtschaft weiter mit zweistelligen Raten wachsen.

"Die Nachfrage der Reedereien nach Umschlagskapazität ist nach wie vor hoch", sagte ein Sprecher. Die Terminalkapazitäten blieben knapp. Auch an den langfristigen Aussichten ändere sich nichts. In der ersten Jahreshälfte legte der Containerumschlag um 7,3 Prozent auf 3,7 Mill. Standardcontainer zu. Vor nicht allzu langer Zeit waren die Wachstumsraten allerdings noch zweistellig gewesen.

"Trotz der Eintrübung des weltwirtschaftlichen Umfelds halten wir an seinen Zielen für Umsatz und Ergebnis fest", sagte Konzernchef Klaus-Dieter Peters. Den Umsatz will die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) in diesem Jahr auf 1,3 (2007: 1,2) Mrd. Euro hochschrauben. Der Betriebsgewinn soll im Vergleich dazu stärker wachsen: Mit einer Spanne von 320 bis 350 (288) Mill. nannte Peters erstmals ein konkretes Ziel für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit).

Anlegern griffen zu: Mit einem Kursplus von zeitweise fast fünf Prozent gehörte die HHLA-Aktie zu den größten Gewinnern im Nebenwertesegment MDax. Unterdessen treibt die HHLA den Ausbau der Hafenanlagen weiter voran. Unter anderem wurden der neue Containerbahnhof am Terminal Tollerort in Hamburg in Betrieb genommen, weitere Waggons für die Bahngesellschaft Metrans beschafft und der Polzug-Bahnterminal in Breslau modernisiert. Bis 2012 will die HHLA 1,5 Mrd. Euro in den Ausbau der Umschlagkapazitäten, ihres Hinterland-Netzwerks sowie ihrer Logistikaktivitäten investieren.

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