High-Tech-Konzerne
Hitachi rechnet mit hohem Verlust

Asiens High-Tech-Konzerne stecken in der Krise. Sony, Toshiba und Hitachi rechnen mit Milliardenverlusten, Panasonic droht ebenfalls in die roten Zahlen zu rutschen. Nach der Krise im Chipsektor brechen derzeit nahezu alle Geschäftbereiche weg. Stellenkürzungen scheinen unausweichbar.

TOKIO. Die Wirtschaftskrise drückt immer mehr japanische High-Tech-Konzerne in die roten Zahlen. Nach Sony und Toshiba rechnet auch der größte Elektrohersteller des Landes Hitachi mit einem Milliardenverlust in dem Ende März endenden Geschäftsjahr. Die Aktie des Branchenprimus brach daraufhin am Montag um über 17 Prozent ein - auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahrzehnten.

Auch Panasonic droht Kreisen zufolge ein Verlust - das erste Minus seit sechs Jahren. Konkurrent Mitsubishi Electric rutschte im dritten Quartal in die Verlustzone.

Die lange Zeit erfolgsverwöhnte Branche leidet unter schwindenden Exporten infolge des starken Yen und dem Preisverfall bei vielen Produkten. Hitachi rechnet mit einem Rekordverlust von umgerechnet rund sechs Mrd. Euro, womit die Firma deutlich tiefer in die roten Zahlen rutschen würde als die Rivalen.

Analysten zeigten sich schockiert. „Hitachi mit seiner breitgefächerten Produktpalette galt in der Krise als weniger anfällig als Firmen wie Toshiba mit klarem Schwerpunkt auf dem Chipsektor“, sagte Analyst Hiroki Shibata von Standard & Poor's. „Aber jetzt brechen die Ergebnisse im Automobilbereich ein, bei Chips, Industrieausrüstung und Flachbild-Fernsehern - also in fast allen Geschäftsbereichen der Firma.“

„Seit November haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen im Umfeld unseres Konzerns mit beispielloser Geschwindigkeit verschlechtert“, sagte Firmenchef Kazuo Furukawa. Er will angesichts der Krise aus unprofitablen Sparten aussteigen, Fabriken schließen und bis März 2010 umgerechnet rund 1,7 Mrd. Euro Fixkosten einsparen. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit rund 400 000 Menschen und hat im Zuge der Sparmaßnahmen auch Stellenstreichungen angekündigt.

Dem weltgrößten Plasma-Fernseh-Hersteller Panasonic droht im Geschäftsjahr ein Fehlbetrag von umgerechnet 3,1 Mrd. Euro, wie eine mit der Situation vertraute Person erklärte. Die Firma äußerte sich nicht zu dem Bericht und verwies auf die Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch.

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