Hilti-Neuheit
Konkurrenz für den Dübel

Ein neues Produkt der Firma Hilti macht Dübel und Schraube überflüssig. Es soll auf Baustellen Zeit und Personal sparen – für Heimwerker ist es aber wohl zu teuer.

DüsseldorfWer ein Regal oder eine Lampe in der Wohnung anbringen möchte, greift in der Regel zu Bohrer und Dübel. Erst wird ein Loch gebohrt, dann mit einem Dübel und anschließend mit einer Schraube versehen. Die Montage mit der klassischen Methode stellt viele Heimwerker vor Herausforderungen – besonders bei den ersten Versuchen sind Staub und Nerven programmiert.

Der Bautechnik-Hersteller Hilti hat ein neues Gerät entwickelt, das bei der Befestigung Zeit, Nerven und Personal sparen soll. Für den Heimwerker ist es wohl zu teuer, vom Profi, der vielleicht sogar den gesamten Tag die gleiche Arbeit ausführt, verspricht sich das Unternehmen aber einen großen Markt.

Schon vor Jahren wurden auf Großbaustellen Bohrer und Dübel gegen spezielle Geräte ausgetauscht, die Nägel maschinell einsetzen und in der Montage viel Zeit sparen. Diese sogenannten „Direktbefestigungsgeräte“ schießen das gewünschte Element – etwa ein Halter zur Kabelbefestigung – mitsamt Nagel in den gewünschten Untergrund. Das Prinzip der Direktbefestigung spart nicht nur Zeit, sondern auch Personal. Die Nägel werden dabei durch einen Druckkolben in den Untergrund, zum Beispiel in Beton oder Stahl, gepresst.

Bislang wurden solche Geräte durch Gas angetrieben – waren deshalb umständlich und wenig flexibel. Hilti jedoch hat nun das erste Gerät für Stahl und Beton auf den Markt gebracht, das durch einen Akku betrieben wird. „Ein Akku macht die Arbeit auf der Baustelle deutlich einfacher und verursacht weniger Kosten“, sagt Mario Grazioli, Chefentwickler des Konzerns und mitverantwortlich für das Neuprodukt.

Doch lohnt sich ein solches Direktbefestigungsgerät überhaupt? Ein kleiner Test soll diese Art der Montage auf die Probe stellen. Für die Befestigung von fünf Elementen auf einem Betondübel mit Hilfe eines Akku-Gerätes braucht man bei einer ersten Bedienung rund 30 Sekunden. Element aufsetzen, auf den Untergrund pressen und den Auslöser drücken. Mit einem lauten Knall schießt das Element in den Beton. Ähnlich verhält es sich bei einem gasbetriebenen Produkt. Lediglich der Knall beim Auslösen ist hier deutlich lauter.

Im Vergleich dazu: Die herkömmliche Methode vom vergangenen Umzug: Loch bohren, Dübel hineinhämmern und die Schraube per Akkuschrauber montieren. Dieser Prozess kostet den Gelegenheits-Handwerker rund drei Minuten und erste Schweißperlen. Fazit: Für den täglichen Gebrauch absolut erleichternd, für den Gelegenheits-Handwerker bei teils vierstelligen Preisen aber weniger lohnenswert.

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