Hintergrund
Continental: Zweitgrößter deutscher Autozulieferer

Continental ist nach Bosch der zweitgrößte deutsche Autozulieferer. Mit dem Zukauf der Siemens-Sparte VDO wächst sein Gewicht auch international.

HB HANNOVER. Das 1871 gegründete Unternehmen mit Sitz in Hannover ist in der Öffentlichkeit vor allem für seine Reifen bekannt . Das meiste Geld verdient Continental mittlerweile aber mit Fahrzeugelektronik. Mit dem Kauf von VDO stärkt Conti dieses Geschäft deutlich und rückt zu einem der fünf weltgrößten Autozulieferer auf.

Der Continental-Konzern beschäftigt bisher an mehr als 100 Standorten weltweit mehr als 85 000 Menschen. Er gliedert sich in die Bereiche Reifen, Automotive Systems und Contitech. Gefertigt werden unter anderem Reifen für Pkw, Nutzfahrzeuge und Zweiräder sowie Bremssysteme und elektronische Luftfedersysteme. Contitech stellt neben Produkten für die Automobilindustrie auch Erzeugnisse etwa für den Maschinen- und Bergbau her.

Seitdem Manfred Wennemer im September 2001 den Posten als Vorstandschef bei dem damals kriselnden Reifenproduzenten übernahm, ging es mit dem Geschäft stetig bergauf. Im Herbst 2003 kehrte Conti nach sieben Jahren in den größten deutschen Aktienindex Dax zurück. Wennemer gilt als harter Kostenmanager und Vorreiter bei der Verlagerung von Produktion in Billiglohnländer.

2006 erzielte die Conti zum fünften Mal in Folge Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis. Der Umsatz lag bei 14,9 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern bei 1,6 Mrd. Euro, der Überschuss bei rund 1 Mrd. Euro.

Continental hatte sich in der jüngsten Vergangenheit mehrfach deutlich verstärkt, darunter mit dem Hamburger Mitbewerber Phoenix oder der Autoelektronik-Sparte des US-Konzerns Motorola. Conti wolle im Konsolidierungsprozess der Branche zu den Gewinnern zählen, hatte Wennemer wiederholt gesagt.

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