Hintergrund
Dade Behring: US-Diagnostikkonzern mit deutschen Wurzeln

Mit der Übernahme von Dade Behring will sich Siemens in der Medizintechnik verstärken, die die Münchener zum Wachstumsfeld erkoren haben. Der Zukauf hat deutsche Wurzeln.

ap MüNCHEN. Das in Deerfield im US-Bundesstaat Illinois angesiedelte Unternehmen Dade Behring ist im Bereich klinische Diagnostik tätig und hat 2006 einen Umsatz von 1,74 Mrd. Dollar erzielt. Wie Dade Behring auf seinen Internet-Seiten berichtet, verfügt das Unternehmen über Niederlassungen in 34 Ländern, beschäftigt 6 300 Mitarbeiter und zählt rund 25 000 Kunden.

Das Unternehmen ging nach eigenen Angaben aus verschiedenen Gesellschaften hervor, die sich seit mehr als 100 Jahren der klinischen Diagnostik gewidmet haben. 1997 seien Dade International und Behring Diagnostics zu Dade Behring zusammengeführt worden.

Zur Geschichte von Dade Behring gehören damit auch die Behringwerke, die der Bakteriologe und spätere Medizin-Nobelpreisträger Emil von Behring im Jahr 1904 in Marburg gegründet hatte. Das Unternehmen, das sich nicht nur mit Diagnostika, sondern vor allem auch mit Impfstoffen und Blutprodukten einen Namen machte, war von 1929 bis zum Ende des Nationalsozialismus Teil der IG Farben und von 1952 bis 1995 hundertprozentige Tochter der Hoechst AG.

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