Hintergrund: Die italienische Rochade: Wie der Bilanzskandal möglich wurde

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Die italienische Rochade: Wie der Bilanzskandal möglich wurde

Die Wirtschaftsprüfer Lorenzo Penca und Maurizio Bianchi haben 15 Jahre bei Parmalat die Bücher geprüft – und nichts beanstandet.

HB MAILAND. Die Wirtschaftsprüfer Lorenzo Penca und Maurizio Bianchi haben 15 Jahre bei Parmalat die Bücher geprüft – und nichts beanstandet.

Der Trick: Obwohl in Italien börsennotierte Gesellschaften alle sechs Jahre ihre Prüfer austauschen müssen, waren Penca und Bianchi viel länger bei Parmalat an Bord. Die beiden wechselten einfach ihren Arbeitgeber und nahmen das Mandat mit.

Der Ablauf: Bis 1993 waren sie in Italien für Hodgson Landau Brands tätig. Dann wechselten sie mitsamt dem Mandanten Parmalat zu Grant Thornton, einer US-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Als 1999 Grant Thornton das Mandat für die Prüfung des konsolidierten Jahresabschlusses von Parmalat abgeben musste, behielt die Gesellschaft – und damit Penca und Bianchi – den Auftrag zur Prüfung der ausländischen Finanztöchter.

Die Folge: So kam es, dass der „Erstprüfer“ Deloitte & Touche 2002 nur 51 % der Bilanzsumme selbst prüfte, 49 % verblieben in den Händen von Grant Thornton. Mit dabei waren Luftschlösser wie die Bonlat mit Sitz auf den Cayman-Inseln. Seit Neujahr sitzen Penca und Bianchi im Gefängnis.

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