Hintergrund
Mittal: Die Nummer eins mit indischen Wurzeln

Hinter dem Erfolg von Mittal Steel steht ein Mann: der gebürtige Inder Lakshmi Mittal. Mit Beharrlichkeit und weisen Entscheidungen hat er aus dem Nichts ein Imperium aufgebaut.

HB HAMBURG. Lakshmi Mittal ist seit etwa 16 Jahren auf dem internationalen Stahlmarkt aktiv. Sein Geschäft lernte der heute 55 Jahre alte Manager in Kalkutta, wo schon der Vater mit Stahl sein Geld verdiente.

Geduldig baute sich Mittal ein kleines Reich auf, bis er 1989 zum ersten Mal auf internationaler Ebene zuschlug: Durch den Kauf eines Stahlwerks in Trinidad und Tobago. Zum Erstaunen der Branche entwickelte sich der Einzelgänger zu einem echten „global Player“. Mittals Spezialität wurde die Übernahme von vorher zumeist staatlich betriebenen und zum Teil völlig maroden Stahlwerken in Osteuropa. Seine Sanierer verstanden es, daraus profitable Unternehmen zu machen.

Vor gut einem Jahr führte Mittal dann seine damaligen Unternehmen Ispat und LNM Holding zusammen und fusionierte gleichzeitig mit dem US-Konzern International Steel. So entstand Mittal Steel – nach der Produktionsmenge Nummer eins auf dem weltweiten Stahlmarkt. Das Unternehmen machte 2005 nach eigenen Angaben mit weltweit 225 000 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet 23,6 Milliarden Euro. Verdient wurden 2,83 Milliarden Euro.

Der britisch-indische Unternehmer ist inzwischen zum drittreichsten Mann der Welt geworden. Treibende Kraft hinter den erfolgreichen Übernahmen ist neben ihm sein Sohn und Finanzvorstand Adithya Mittal. Auch Tochter Vanisha sitzt im Vorstand.

Formal ist das Unternehmen in Rotterdam angemeldet, doch die Leitung operiert von London aus. Ihr Motto laut Firmenbroschüre: „Wir wollen nicht nur erfolgreich sein. Ziel ist es, bewundert zu werden für unsere Kultur, Dienstleistung und Führungsqualitäten. Um nichts weniger geht es.“

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