Industrie
Hintergrund: Russlands Ölriesen

In den vergangenen Jahren ist die russische Ölbranche weitgehend privatisiert worden. Hier ein Überblick über die größten Ölkonzerne des Landes:

Yukos: Der wegen einer Milliarden-Steuernachzahlung vor der Pleite stehende Konzern förderte im Jahr 2003 das meiste Öl in Russland und verfügt über die zweitgrößten Reserven. Mehrheitlich gehört Yukos der Menatep-Holding, hinter der der inhaftierte Großunternehmer Michail Chodorkowski steht. Die Unternehmens-Aktiva werden auf 25 Mrd. € geschätzt.

Lukoil: Nach Fördermenge 2003 zweitgrößter Ölkonzern, aber mit den größten Reserven. Knapp die Hälfte der Aktien an der Börse, ein Viertel im Besitz des Managements. Russischer Staat will noch in diesem Jahr seinen 8-prozentigen Anteil verkaufen.

TNK-BP: Der drittgrößte russische Förderer wurde im Vorjahr zur Hälfte an British Petroleum verkauft. Neben einem Aktientausch betrug die Kaufsumme geschätzte 2,5 Mrd. €. Hinter TNK steht das russische Firmenkonglomerat Alfa Group/Access Renova.

Surgutneftegas: Mit einer Marktkapitalisierung von 22,6 Mrd. Dollar derzeit der teuerste russische Ölkonzern. Nach Förderung der viertgrößte Anbieter auf dem Markt.

Sibneft: Nach der gescheiterten Fusion mit Yukos rückt Sibneft wieder in die zweite Reihe der Ölproduzenten zurück. Das Unternehmen wird von Roman Abramowitsch kontrolliert, der im Vorjahr des Fußballclub Chelsea London kaufte. Sibneft ist der am schnellsten wachsende Ölkonzern und gilt als heißer Übernahmekandidat.

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