Industrie
Hintergrund: Stationen einer Übernahme

September 2004: Siemens-Österreich-Chef Albert Hochleitner startet einen ersten Versuch zur Übernahme des Konkurrenten VA Tech. Er scheitert aber am Widerstand der Staatsholding ÖIAG, die Großaktionärin bei VA Tech ist.

November: Hochleitner kauft 16,6 Prozent der VA-Tech-Aktien, die der österreichische Investor Mirko Kovats hält und macht anschließend ein neues Übernahmeangebot in Höhe von 850 Mill. Euro. Diesmal stimmt die Staatsholding zu.

Dezember: Der Vorstand von VA Tech hält den Kaufpreis für zu niedrig.

Januar 2005: Siemens erhöht sein Angebot auf mehr als eine Mrd. Euro.

Februar: Siemens hält mehr als 90 Prozent an VA Tech. Die EU steigt in die kartellrechtliche Prüfung der Übernahme ein. VA Tech gibt einen Konzernverlust von 68 Mill. Euro für 2004 bekannt.

Juli: Brigitte Ederer wird zur Nachfolgerin von Hochleitner ernannt. Sie soll vom nächsten Jahr an das von ihrem Vorgänger eingefädelte Geschäft in die Tat umsetzen. Die EU-Kommission stimmt der Übernahme zu. Allerdings mit Auflagen: So muss Siemens die Wasserkraft-Sparte des Konzerns verkaufen. VA Tech verschwindet endgültig von der Börse.

September: Die Übernahme bereitet Siemens Kopfzerbrechen. Die Verluste der VA Tech sind größer als gedacht. Das Herzstück der Wasserkraftsparte, die Automatisierungstechnik, will der deutsche Konzern unbedingt behalten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%