Industrie
Hintergrund: Was nicht mehr in den Hausmüll darf

Mit dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) will die Bundesregierung das Problem des Elektroschrotts in den Griff kriegen. Das bedeutet erhebliche Umstellungen für Verbraucher und Industrie.

HB FRANKFURT. Vom 24. März an ist es in Deutschland verboten, Elektrogeräte in die Mülltonne zu werfen. Vom Handy bis zur Tiefkühltruhe müssen alle Altgeräte getrennt gesammelt und entsorgt werden. Neue Geräte sind mit einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet. Die Gemeinden sind verpflichtet, besondere Sammelstellen einzurichten. In vielen Städten gibt es dafür bereits Container. Der Elektroschrott wird grundsätzlich kostenlos angenommen – es sei denn, einzelne Kommunen holen diese Altgeräte gesondert ab.

Es gibt fünf Kategorien:

  • Waschmaschinen und andere Haushalts-Großgeräte
  • Kühl- und Gefriergeräte
  • Telekommunikations- und Unterhaltungselektronik
  • Gasentladungslampen (Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren)
  • Haushaltskleingeräte, sonstige Lampen, elektronische Werk- und Spielzeuge und Medizingeräte (z.B. für Dialyse)

Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wächst die Menge des Elektro- und Elektronikmülls drei Mal schneller als der übrige Siedlungsmüll. Nach Schätzungen fallen in Deutschland pro Jahr 1,8 Mill. Tonnen Altgeräte an – eine Menge, die einen Güterzug von Flensburg bis München füllen würde.

Altgeräte enthalten erhebliche Mengen an Schadstoffen wie Schwermetallen, aber auch wertvolle Rohstoffe wie Edelmetalle oder sortenreine Kunststoffe. Nach dem Verursacherprinzip sind Hersteller künftig verpflichtet, Altgeräte in den kommunalen Sammelstellen abzuholen und nach ökologischen Standards zu entsorgen. Dabei werden Recycling-Quoten von 50 bis 80 Prozent vorgeschrieben. Besonders schädliche Substanzen wie Blei, Quecksilber oder Cadmium dürfen vom Juli 2006 an in den meisten Geräten überhaupt nicht mehr verwendet werden. Im August 2004 gründeten 30 Hersteller die Stiftung Elektro-Altgeräte-Register (EAR) mit Sitz in Fürth, die das Gesetz umsetzen soll.

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