Hintergrund zu den VW-Tarifverhandlungen
Die Kernforderungen von VW und IG-Metall

Nachdem die fünfte Verhandlungsrunde im Tarifstreit bei VW in der Nacht ohne Ergebnis beendet wurde, wollen sich beide Seiten nun erst am Montag wieder treffen. Die Kernforderungen beider Tarifparteien:

IG Metall: Die IG Metall verlangt vor allem eine per Tarifvertrag geregelte Absicherung der rund 103 000 Arbeitsplätze in den sechs westdeutschen Werken in Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Emden, Kassel und Hannover. Zudem hat die IG Metall ursprünglich vier Prozent mehr Geld gefordert. Davon rückte sie inzwischen ab und ist nun bereit, Einkommenserhöhungen wie die in der Metallindustrie zu akzeptieren. Dort steigen die Bezüge zunächst um 1,5, später noch einmal um 2,0 %. Ferner gibt es zwei Einmalzahlungen. Zudem bietet die Gewerkschaft eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit an und ist bereit, für Neueingestellte eine abgesenkte Vergütung zu vereinbaren.

Volkswagen: Hauptforderung des Autobauers ist eine deutliche Senkung der Arbeitskosten. Diese sollen bis 2011 um 30 % reduziert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. VW fordert dafür unter anderem eine mindestens zweijährige Nullrunde. Bei Neueinstellungen soll von 2005 an nicht mehr der Haustarif gelten. Außerdem sollen die Beschäftigten künftig leistungsorientierter bezahlt werden. Auszubildende sollen 20 % weniger verdienen, dafür soll die Zahl der Azubi-Plätze um 20 % erhöht werden. Ferner will VW den Konkurrenzkampf unter den Standorten um neue Produkte erhöhen. Einzelne Werke könnten zum Beispiel zeitweise längere Arbeitszeiten als Gegenleistung für Investitionen anbieten.

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