Hinweis auf Wettbewerbsprobleme
EU beäugt GDF-Suez-Fusion kritisch

Wenn die beiden französischen Energieunternehmen Gaz de France (GDF) und Suez fusionieren, hat dies Wettbewerbsprobleme im belgischen Gas- und Strommarkt und im französischen Gasmarkt zur Folge. Das jedenfalls befürchtet die Europäische Union (EU).

HB BRÜSSEL. Die EU-Kommission machte mit dieser Position am Samstag Bedenken gegen die geplante Fusion deutlich. Die Einschätzungen seien aber noch nicht endgültig. Das Projekt wird vor allem vom französischen Ministerpräsidenten Dominique de Villepin vorangetrieben. Es soll die nationale Energiebasis sichern und nach Ansicht vieler Experten eine Übernahme von Suez durch den italienischen Versorger Enel verhindern.

Die Fusion, die auch eine Privatisierung des Staatsunternehmens Gaz de France zur Folge hätte, ist allerdings in Frankreichs selbst umstritten. Die konservative Regierung in Paris hatte eine Debatte im Parlament über den geplanten Zusammenschluss wegen starker Kritik der sozialistischen Opposition und auch aus den eigenen Reihen auf September verschoben. Kürzlich hat allerdings Villepins innerparteilicher Konkurrent, Innenminister Nicolas Sarkozy, die Fusion befürwortet, was dem Projekt deutlichen Auftrieb geben dürfte.

Die Fusion wird aber auch in der Europäischen Union als protektionistischer Schachzug kritisiert. Bei dem Geschäft würde ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 72 Milliarden Euro entstehen. Es stünde damit hinter Frankreichs Electricite de France und vor dem deutschen Versorger Eon.

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