Hiobsbotschaft schockt Anleger
Boeing 787 kommt später

Der Airbus-Konkurrent Boeing muss nun doch die Erstauslieferung seines neuen Hoffnungsträgers verschieben. Wegen andauernder Probleme bei der Fertigung werden die ersten Maschinen vom Typ 787 „Dreamliner“ später als geplant die Werkshallen verlassen. An der Börse wurde diese Nachricht nicht gut aufgenommen.

PORTLAND. Der US-Luft- und Raumfahrtkonzern hat die Erstauslieferung seines neuen Langstreckenflugzeugs um sechs Monate auf November oder Dezember 2008 verschoben. Nach der bisherigen Planung sollte die japanische Airline Ana ihre erste 787 im Mai nächsten Jahres erhalten. Der bereits einmal neu terminierte Erstflug des Jets soll zudem nun erst im ersten Quartal 2008 stattfinden. Bislang war dieser offiziell für Mitte November angepeilt.

Als Gründe für die Verzögerung nannte der Konzern Probleme mit dem Teilenachschub, mit der On-Board-Software sowie mit der Integration der verschiedenen Systeme. Obwohl Boeing-Chef Jim McNerney erklärte, dass die Verzögerung keinen Einfluss auf die Ergebnisprognosen für 2007 und 2008 haben werde, rutschte der Aktienkurs nach Bekanntwerden der Verzögerungen mehr als drei Prozent ins Minus.

Bislang wollte der Konzern mit Blick auf hohe Schadensersatzforderungen seiner Kunden den Termin um jeden Preis halten. Erst Anfang September hatte Boeing den Jungfernflug um drei Monate verschoben, dabei aber den avisierten Auslieferungstermin Mai 2008 ausdrücklich bekräftigt. In den vergangenen Wochen hatten sich allerdings die Hinweise gemehrt, dass Boeing seinen ehrgeizigen Zeitplan nicht wird einhalten können. Das Unternehmen trat dem aber immer wieder energisch entgegen.

Analysten begrüßten die Entscheidung von Boeing, weil der Konzern auf keinen Fall ein Sicherheitsrisiko eingehen könne. Zudem sei nicht zu erwarten, dass es zu ähnlich langen Verzögerungen kommen wird wie bei der A380 des Konkurrenten Airbus.

Die Verschiebung weckt Erinnerungen an das Desaster um den Airbus A380, dessen Auslieferungsplan aufgrund von Produktionsschwierigkeiten ebenfalls nicht eingehalten werden konnte und den europäischen Konzern mehrere Milliarden Euro kostete.

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