Hochtief
Details zum Concession-Börsengang

Hochtief will durch den Börsengang seiner Tochter Concessions maximal 400 Millionen Euro einnehmen. Die Zeichnungsfrist soll vom 20. November bis 3. Dezember laufen. Die Erstnotiz ist für den 4. Dezember geplant.
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HB ESSEN. Der Bau- und Dienstleistungskonzern Hochtief peilt beim Börsengang seiner Tochter Concessions Einnahmen für sich von maximal rund 400 Mio. Euro an. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wurde die Preisspanne je Aktie auf 24,00 bis 29,00 Euro festgesetzt. Das Angebot werde bis zu 25 Mio. Aktien der Hochtief Concessions AG aus einer noch zu beschließenden Kapitalerhöhung und bis zu 9,44 Mio. Aktien aus dem Bestand der Hochtief AG umfassen. Für eine mögliche Mehrzuteilung stünden noch einmal bis zu 4,79 Mio. Aktien aus dem Besitz der Mutter bereit. Die Erstnotiz ist für den 4. Dezember geplant. Früheren Angaben zufolge soll der Hauptteil der Erlöse der Hochtief-Tochter zur Finanzierung des eigenen Wachstums zur Verfügung stehen.

Am Ende würden nur so viele Aktien angeboten, dass Hochtief noch mindestens 51 Prozent an seiner Tochter hält, hieß es. Im Rahmen der Kapitalerhöhung strebe die Tochter Concessions brutto Einnahmen in der Größenordnung von 600 Mio. Euro an. Hieraus ergebe sich ein mögliches Gesamtplatzierungsvolumen zwischen 882 Mio. und 1,005 Mrd. Euro. Die Zeichnungsfrist solle vom 20. November bis 3. Dezember 2009 laufen (12.00 Uhr MEZ für Privatanleger und 15.00 Uhr MEZ für institutionelle Anleger).

Hochtief-Aktien haben am Donnerstagabend ihre Verluste etwas eingedämmt und zuletzt nur noch 2,14 Prozent auf 55,36 Euro verloren. Laut Analyst Jens Jung von der BHF-Bank wurden die Details des Börsengangs vom Markt in etwa so erwartet. Bei der angepeilten Preisspanne lägen die Erlöse über dem Netto-Inventarwert der Beteiligung, und dies werde von den Anlegern leicht positiv eingeschätzt. Ein anderer Analyst meinte spontan, die Preisspanne erscheine „in Ordnung“.

In dem Unternehmensbereich Concessions sind seit Anfang 2008 das Flughafengeschäft und die sogenannten PPP-Geschäfte gebündelt, bei denen Hochtief für die öffentliche Hand Projekte wie Schulen und Tunnel baut und betreibt. Seit Sommer wurde ein Börsengang geprüft. Das schlechte Marktumfeld aufgrund der Wirtschaftskrise verzögerte allerdings die Pläne.

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