Hochtief-Mutterkonzern
ACS steht mit Milliardenverlust da

Es zeichnete sich nach den letzten Quartalszahlen bereits ab: Die spanische Konzernmutter von Hochtief ist in den ersten neun Monaten des Jahres tief in die roten Zahlen gerutscht. Grund ist weiterhin Iberdrola.
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MadridDer spanische Baukonzern ACS, zu dem auch der deutsche Branchenriese Hochtief gehört, hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im vorigen Jahr hatte ACS in der Zeit von Januar bis September noch einen Gewinn von 740 Millionen Euro erzielt. Der Umsatz sei dank der Eingliederung von Hochtief um 56,3 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern am Montag in Madrid mit.

Die Verluste gingen allein auf außergewöhnliche Faktoren wie das Engagement beim Energiekonzern Iberdrola zurück. Dazu gehörten der Verkauf von 3,7 Prozent der Iberdrola-Anteile und die Neubewertung der verbliebenen Beteiligung von 14,7 Prozent an dem Energiekonzern, die an den aktuellen Marktwert angepasst worden sei. Bei Ausklammerung dieser Faktoren habe ACS in den ersten drei Quartalen einen Gewinn von knapp 570 Millionen Euro erwirtschaftet - 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dem Konzern gelang es nach eigenen Angaben, in den vergangenen zwölf Monaten die Schuldenlast ein wenig abzubauen. Die Nettoschulden hätten im September 9,2 Milliarden Euro betragen, 5,0 Prozent weniger als im September 2011, teilte ACS mit. Von den Schulden entfielen knapp 1,9 Milliarden Euro auf Hochtief.

Infolge der Übernahme des Essener Konkurrenten und der internationalen Expansion der ACS-Gruppe habe der Konzern 82,6 Prozent seiner Geschäfte außerhalb Spaniens abgewickelt. Der Umsatz innerhalb des Ursprungslands sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,3 Prozent gesunken.

ACS kontrolliert derzeit 54,3 Prozent der Hochtief-Anteile und hat angekündigt, weiter aufstocken zu wollen. Der Essener Konzern hatte seine Zahlen in der vorigen Woche vorgelegt und für das dritte Quartal dieses Jahres eine Rückkehr in die Gewinnzone vermeldet.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hochtief-Mutterkonzern: ACS steht mit Milliardenverlust da"

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  • Für ein Glas Bier oder einen Ausflug in den Zoo kriegt man die Gewerkschaft sehr leicht mit ins Boot.

    ACS war damals bereits überschuldet, deshalb hat man sich bei den doofen Deutschen ein Filetstück eingekauft, mit Geld, das man nicht hatte, aber welches die spanschen Banken gerne aus dem Nichts heraus erzeugt haben. Die Rechnung zahlt wie immer, für ACS und alles andere auch: Der doofe Deutsche.

    Man erinnere sich, daß seinerzeit Eon in Spanien Beteiligungen erwerben wollte (natürlich mit richtigem Geld zu bezahlen). Ganz Spanien stand wie ein Mann auf und hat das verhindert, von links bis rechts, von oben bis unten.

  • Das war doch alles glockenklar. der Verkauf von Hochtief an ACS der blanke Hohn. Unverantwortlich!!
    Wo war da die intervention unserer Bankenpolitiker?
    Warum haben die Gewerkschaften nicht massiv dagegengehalten? ACS ist genauso pleite, wie die meisten spanischen Grossbanken. Ein neues 600-800 Milliarden Euro grosses Loch tut sich auf...

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