Hochtief und Bilfinger Berger: Bauriesen wollen hoch hinaus

Hochtief und Bilfinger Berger
Bauriesen wollen hoch hinaus

Die beiden Bauriesen Hochtief und Bilfinger Berger haben die Anleger mit guten Zahlen und einem positiven Ausblick überrascht. Grund trägt der Umbau in Richtung Internationalisierung und baunahe Dienstleistungen.
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Düsseldorf, FrankfurtFrühlingsgefühle bei den deutschen Bauriesen: Mit Hochtief und Bilfinger Berger haben die zwei größten Branchenvertreter die Anleger mit guten Zahlen sowie einem positiven Ausblick überrascht. „Wir haben im zweiten Halbjahr 2010 eine Belebung gespürt, infolgedessen hat sich auch der Preisdruck vermindert“, sagte Herbert Bodner, der Vorstandschef von Bilfinger Berger zur aktuellen Situation.

Der vor Jahren begonnene Umbau der deutschen Baukonzerne in Richtung Internationalisierung und baunahe Dienstleistungen trägt damit Früchte. Hinzu kommt die allgemeine Erholung der Wirtschaft. So konnte Bilfinger, die Nummer zwei, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im abgelaufenen Jahr auf 343 Millionen Euro verdoppeln.

Auch Branchenprimus Hochtief hat trotz eines Ergebniseinbruchs bei der australischen Ertragsperle Leighton 2010 mehr verdient als ursprünglich geplant. „Hochtief wird die eigenen Ziele für das Geschäftsjahr 2010 voraussichtlich deutlich übertreffen“, kündigte Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter gestern an.

Auftragseingang und Auftragsbestand liegen nach Aussage des Managers „deutlich oberhalb der bisherigen Prognose“. Die Zuwächse kämen dabei aus fast allen Unternehmenssparten. Im Umsatz für das zurückliegende Geschäftsjahr wirkt sich die jüngste Geschäftsbelebung allerdings noch nicht aus, hier erwartet Hochtief lediglich ein Plus. 2009 hatte der größte deutsche Baukonzern bei Gesamterlösen von 18,2 Milliarden Euro ein Ergebnis vor Steuern von rund 600 Millionen Euro erwirtschaftet.

Hochtief und Bilfinger sind mit dem traditionellen Baugeschäft vor allem in Deutschland groß geworden. Da dieses jedoch zunehmend schwieriger und margenschwächer wurde, bauen beide Unternehmen schon seit Jahren ihr Dienstleistungsgeschäft aus. Hinzu kommt die Expansion in Auslandsmärkte, die bei Hochtief allerdings weitaus ausgeprägter stattfand als bei Bilfinger.

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