Höchster Umsatzträger des Pharmakonzerns schwächelt
Scherings Betaferon büßt Anteile am US-Markt ein

Deutlicher Absatzverlust bei Schering: Der Marktanteil von Betaferon ist in den USA im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Scherings größter Umsatzträger kann für das erste Quartal nur noch knapp 18 Prozent des US-Markts für sich in Anspruch nehmen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag der Anteil noch bei 20,4 Prozent.

HB BERLIN. Der Marktanteil des wichtigsten Medikaments des Berliner Pharmakonzerns Schering ist in den USA nach Angaben aus Branchenkreisen deutlich zurückgegangen. Das Multiple-Sklerose(MS)-Präparat Betaferon habe vor allem im letzten halben Jahr Anteile eingebüßt.

Scherings größter Umsatzträger habe in den USA derzeit nur noch einen Marktanteil von knapp über 18 Prozent, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus den Kreisen. Im letzten Quartal 2003 habe der Anteil noch bei 20,4 Prozent gelegen, hieß es. Im ersten Quartal 2003 waren es danach nur noch rund 18,6 Prozent und diese Zahl habe sich in den vergangenen Monaten noch bis knapp über 18 Prozent reduziert. Schering selbst hatte für 2002 noch von einem Marktanteil von etwa 22 Prozent gesprochen, der auch im Frühjahr 2003 trotz harter Konkurrenz auf dem MS-Markt stabil geblieben sei. Im Herbst 2003 nahm Schering dann allerdings seine Umsatzprognose für Betaferon zurück.

Ein Unternehmenssprecher wollte die Zahlen nicht kommentieren. Er sagte aber: „Es ist keine Überraschung, dass die Marktanteile sich bewegen, wenn ein neuer Wettbewerber auf den Markt kommt.“ Er verwies darauf, dass Betaferon in Japan, der Asien-Pazifik-Region und in Lateinamerika sehr erfolgreich sei. Der Kurs der Schering-Aktie drehte leicht ins Minus.

Betaferon ist mit Erlösen von weltweit 770 Millionen Euro im Jahr 2003 mit Abstand das wichtigste Präparat des Konzerns, wobei die USA wiederum der wichtigste Einzelmarkt ist. Zudem gilt Betaferon als eines der profitabelsten Präparate. Analysten der Schweizer UBS-Bank schätzen die Gewinnmarge auf 20 bis 30 Prozent. Sie wäre damit ungefähr doppelt so hoch wie die des Gesamtkonzerns von rund 14 Prozent. Da Schering diese Marge bis 2006 auf 18 Prozent schrauben will, setzt der Konzern vor allem auf margenstarke Produkte und auf den US-Markt, wo generell bessere Preise zu erzielen sind.

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