Höhe der Kosten noch unklar
Baustellen-Panne lässt Gewinn von Bilfinger Berger schrumpfen

Eine schwere Panne auf einer Brückenbaustelle im US-Bundesstaat Ohio hat dem zweitgrößten deutschen Baukonzern Bilfinger Berger einen Gewinneinbruch beschert.

HB STUTTGART. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Goodwill-Abschreibungen (Ebita) sei in den ersten neun Monaten des Jahres auf 25 (2003: 41) Millionen Euro zurückgegangen, teilte Bilfinger Berger mit. Der Konzern hatte Ende Oktober 30 Millionen Euro zusätzlich für die Risiken aus dem Großprojekt zurückgestellt. Für das Gesamtjahr rechnet Bilfinger Berger nun mit einem Ebitda von mehr als 80 Millionen Euro. Von den bisher erwarteten 115 Millionen Euro hatte sich Bilfinger Berger schon vor vier Wochen verabschiedet.

Das Konzernergebnis von Bilfinger Berger nach Steuern lag nach neun Monaten bei 14 (23) Millionen Euro, bis zum Jahresende soll es bei rund 50 Millionen Euro und damit auf dem bereinigten Niveau des Vorjahres landen. Dabei profitiert das Bauunternehmen allerdings vom Wegfall planmäßiger Firmenwertabschreibungen, was allein in den ersten neun Monaten neun Millionen Euro ausmachte. Die Leistung stieg in den ersten drei Quartalen 2004 um elf Prozent auf 4,52 Milliarden Euro, für das Jahr 2004 veranschlagt Bilfinger Berger insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro. Der Auftragseingang nahm von Januar bis September gegenüber Vorjahr um fünf Prozent auf 4,62 Milliarden Euro zu, der Orderbestand sei mit 6,41 Milliarden Euro so hoch wie nie zuvor in der Firmengeschichte.

Bei den Bauarbeiten der Bilfinger-Tochtergesellschaft FruCon am Maumee River war es bereits im Februar 2004 zu einem schweren Unfall gekommen. Beim Zusammenbruch eines Gerüsts waren damals vier Arbeiter ums Leben gekommen, die Arbeiten wurden zunächst eingestellt. Als die Bauarbeiten im Oktober wieder aufgenommen wurden, riss ein Stahlseil und ließ eine zwei Tonnen schwere Stütze abstürzen. Menschen kamen nach Bilfinger-Angaben nicht zu Schaden, die Behörden fordern nun aber ein neues Konzeprt für den Bau. „Die daraus zusätzlich zu erwartenden zeitlichen Verzögerungen und Mehrkosten können noch nicht abschließend beurteilt werden“, teilte Bilfinger mit.

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