Höhe des Gewinneinbruchs 2004 wird bekannt gegeben: VW vor schmerzhafter Bilanzvorlage

Höhe des Gewinneinbruchs 2004 wird bekannt gegeben
VW vor schmerzhafter Bilanzvorlage

Der Volkswagen-Konzern gibt an diesem Montag die genaue Höhe seines Gewinneinbruchs im vergangenen Jahr bekannt. Vor allem Absatzprobleme in den USA und China, der schwache Dollar und Preiskämpfe haben dem Autobauer die Bilanz verhagelt.

HB WOLFSBURG. Bereits im Sommer hatte der Konzern seine Gewinnprognose nach unten korrigiert. Ziel war seitdem ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 1,9 Mrd. €. Ursprünglich wollte das Unternehmen den Vorjahreswert von 2,5 Mrd. € übertreffen.

In den ersten neun Monaten 2004 war die Kernmarke VW - dazu zählen unter anderem Golf, Passat, Polo und Phaeton - in die roten Zahlen gerollt. Ertragsbringer des Konzerns waren die Töchter Audi und Financial Services.

Wegen des rückläufigen Ergebnisses halten einige Analysten auch eine weitere Dividendenkürzung für möglich. Für 2003 hatten die Wolfsburger die Ausschüttung an die Aktionäre von 1,30 auf 1,05 € je Aktie gekappt.

Der weltweite Absatz des Konzerns war früheren Angaben zufolge 2004 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % auf knapp 5,1 Mill. Fahrzeuge gestiegen. Besonders in Deutschland, China und den USA habe der Konzern aber „Gegenwind“ verspürt, hieß es. Mit 20 neuen Modellen wolle sich VW 2005 auf den Märkten der Welt „behaupten“. So ist im Januar in den USA der neue Jetta, der in Europa unter dem Namen Bora verkauft wird, vorgestellt worden. Mitte Februar folgt die Weltpremiere des neuen Passat.

Eine genaue Prognose für 2005 hat die VW-Spitze bisher nicht abgegeben. Konzernchef Bernd Pischetsrieder hatte im Januar aber gesagt, er erwarte von den Märkten im laufenden Jahr „keine wesentlichen Impulse und kein dynamisches Wachstum“. Die Lage auf den wichtigsten Märkten der Welt werde auf Grund hoher Ölpreise und anhaltend aggressiver Preiskämpfe schwierig bleiben.

Pischetsrieder hatte zudem gesagt, er sehe auch nach dem Ende des laufenden Sparprogramms „ForMotion“ noch ein Milliarden-Sparpotenzial bei VW, insbesondere bei der Optimierung von Prozessabläufen. Mit „ForMotion“ will VW im laufenden Jahr rund drei Mrd. € einsparen.

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