Höhepunkt bereits im Jahr 2000 erreicht
Hohe Ölpreise machen Förderung in der Nordsee wieder attraktiv

Totgesagte leben länger – dies gilt offenbar auch für die Öl- und Gasfelder in der Nordsee. Entgegen der in den vergangenen Jahren geäußerten Prognosen, die von einem scharfen Rückgang der Förderung ausgingen, hat sich die Produktion im kühlen Meer dieses Jahr sogar ein wenig erholt.

HB DÜSSELDORF. Etwa 200 000 Barrel pro Tag (je 159 Liter) kommen durch neue Erschließungen hinzu, schätzen die Experten des Brancheninformationsdienstes Energy Intelligence. Unterm Strich dürfte die Förderung damit leicht über dem Vorjahresniveau bei täglichen 5,6 Mill. Barrel verharren.

Der Grund für die Wiederbelebung: Bei Rohölpreisen um 60 Dollar für das Barrel lohnt es für die Ölfirmen, auch in alte und schwierige Felder zu investieren. Während die Schwergewichte der Branche zuletzt die See für kleinere Förder-Spezialisten räumten, haben bei der bisher größten Lizenzrunde in Großbritannien auch Multis wie Exxon-Mobil, BP oder Total Blöcke für die Erschließung neuer Felder gewonnen.

Hinzu kommt: Neue Technologien in der Exploration und Förderung lassen die Ingenieure Vorkommen finden, die ihnen bisher entgangen waren. Der norwegische Konzern Norsk Hydro hat in diesem Jahr vielversprechende Gasfelder ausfindig gemacht. Eines davon liegt nahe des Brent-Feldes, einem der größten und ältesten in der Nordsee.

Im Vergleich zu Opec-Ländern wie Libyen, das seinen Ölsektor für ausländische Investitionen geöffnet hat, ist in den Nordseestaaten die Besteuerung der Ölförderung niedrig. Während im Opec-Land Libyen Steuerraten von über 80 Prozent auf den Konzernen lasten, liegt das Niveau zum Beispiel in Großbritannien bei gut 60 Prozent.

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