Höhere Dividende
Adidas will Weltmeister werden

Das Ziel ist sportlich: Adidas will an seinem US-Wettbewerber Nike vorbeiziehen und weltweit die Nummer eins werden. Die Aktionäre profitieren schon jetzt vom Weltmeisterkurs: Erstmals seit zwei Jahren hebt der Konzern die Dividende an.

HB FÜRTH. Zum Anspruch auf die weltweite Marktführerschaft sagte der Adidas-Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Fürth: „Das ist unser Ziel, und für dieses Ziel setzen wir uns jeden Tag mit professioneller Leidenschaft und harter Disziplin ein“, sagte. Derzeit liegt Adidas weltweit auf Platz zwei hinter dem US-Wettbewerber Nike. Hainer erklärte, die Übernahme des US-Unternehmens Reebok zum 1. Februar 2006 habe sein Unternehmen auf dem Weg zur weltweiten Nummer eins einen wichtigen Schritt weiter gebracht. 2008 habe sich der Konzern zum Ziel gesetzt, den Erzrivalen Nike in China hinter sich zu lassen.

Zu Reebok sagte Hainer weiter, mit der bislang größten Transaktion der Branche habe Adidas nicht nur das beste Marken-Portfolio seiner Unternehmensgeschichte erreicht, sondern mit einem Schlag den Marktanteil in Nordamerika, dem größten Sportartikelmarkt der Welt, verdoppelt. Dennoch gebe es mit Reebok zweifellos noch viel Arbeit. Die Integration liege aber voll im Zeitplan, sagte Hainer.

Sowohl im kommenden Jahr als auch 2009 strebt Adidas beim Umsatz hohe einstellige und beim Gewinn zweistellige Zuwachsraten an, wie Adidas-Chef Herbert Hainer am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Fürth sagte. Adidas rechne mit anhaltendem organischen Wachstum und weiteren Synergien durch die Integration von Reebok. Dabei peile der weltweit zweitgrößte Sportartikelhersteller eine operative Marge von elf Prozent (2006: 8,7 Prozent) an, fügte Hainer hinzu. 2006 überstieg Adidas dank der Übernahme der US-Marke Reebok erstmals die Umsatzmarke von zehn Milliarden Euro und verzeichnete einen Gewinn von 483 Millionen Euro.

Impulse erwartet Adidas von der Fußball-Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich sowie von den Olympischen Spielen 2008 in China. „Im Supersportjahr 2008 wollen wir unsere fantastischen Möglichkeiten anlässlich der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spiele ergiebig ausschöpfen“, sagte Hainer. „In China werden wir im Jahre 2008 dank der Olympischen Spiele und des konsequenten Ausbaus des China-Geschäfts von Reebok zum führenden Sportartikelkonzern aufsteigen“, sagte Hainer.

Auf der Hauptversammlung soll den Aktionären erstmals seit zwei Jahren wieder eine Anhebung der Dividende vorgeschlagen werden. Sie soll für 2006 von zuletzt 0,33 Euro auf 0,42 Euro je Aktie steigen.

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