Höhere Entschädigungen für Asbest-Opfer
ABB weist für 2004 nachträglich Millionenverlust aus

Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB hat seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2004 revidiert. Anstatt eines Gewinns von 201 Mill. Dollar fiel ein Verlust von 35 Millionen Dollar an.

HB ZÜRICH. Das schwedisch-schweizerische Unternehmen teilte am Freitag mit, für das Minus seien höhere Entschädigungszahlungen an Asbest-Opfer in den USA verantwortlich. Um einen jahrelangen Rechtsstreit zu beenden, hatte sich ABB im März 2005 bereit erklärt, die Entschädigungssumme um 232 Mill. Dollar aufzustocken. 1,2 Mrd. Dollar hatte das Unternehmen bereits vorher zugesagt.

ABB hatte 1990 für 1,6 Mrd. Dollar den amerikanischen Kraftwerksbauer Combustion Engineering (CE) übernommen, der bis in die 70-er Jahre hinein den Krebs erregenden Stoff Asbest in Heizkesseln verbaut hatte. Die Übernahme war auch ohne Asbest ein Flop: 1998 stieß ABB die US-Firma wieder ab.

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