Höhere Offerte
BASF setzt Engelhard letzte Frist

Der Chemiekonzern BASF hat im Kampf um die milliardenschwere Übernahme des US-Katalysatorenspezialisten Engelhard eine letzte Frist für die Annahme seiner erhöhten Offerte gesetzt.

HB FRANKFURT. Das um einen Dollar auf 38 Dollar je Aktie aufgestockte Barangebot laufe nun noch bis zum 5. Juni, 17 Uhr Ortszeit New York, teilte BASF am Montag in Ludwigshafen mit. Zugleich benannte der Chemieriese fünf Kandidaten für den Engelhard-Aufsichtsrat für die Wahl auf der Hauptversammlung des US-Katalysatorenspezialisten am 2. Juni.

„Sollten die Aktionäre von Engelhard unsere Kandidaten hingegen nicht wählen, werden wir unser Angebot am 5. Juni auslaufen lassen und uns anderen Möglichkeiten zuwenden“, erklärte BASF-Chef Jürgen Hambrecht. Käme BASF mit seiner Offerte im Gesamtvolumen von rund fünf Milliarden Dollar zum Zuge, wäre es die größte Übernahme in der Firmengeschichte der Ludwigshafener.

Mit seinem Ultimatum reagiert BASF auf die Ankündigung von Engelhard, ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufzulegen und den Aufsichtsrat von sechs auf neun Mitglieder aufzustocken. Mit diesen Schritten will Engelhard den feindlichen Übernahmeversuch von BASF abwehren. Engelhard will für 1,17 Milliarden Dollar 26 Millionen eigene Aktien zum Preis von 45 Dollar je Aktie zurückkaufen. Dies sind rund 20 Prozent der im Umlauf befindlichen Anteilsscheine und ausübbaren Optionen. Der Preis je Aktie liegt deutlich über der Offerte von BASF und dem Kurs der Engelhard-Aktie an der Börse.

BASF hält sein Übernahmeangebot jedoch für attraktiver für die Engelhard-Aktionäre. „BASF ist davon überzeugt, dass ihr Angebot für sämtliche Aktien den Aktionären von Engelhard mehr Wert und ein höheres Maß an Sicherheit bietet als die von Engelhard beabsichtigte hohe Verschuldung zum Rückkauf von 20 Prozent der Aktien“, erklärte Hambrecht.

Sollten die von BASF vorgeschlagenen fünf Mitglieder im Engelhard-Aufsichtsrat gewählt werden, würden sie in dem Gremium über eine Mehrheit verfügen. Sie würden dann das Barangebot von BASF unterstützen und den von Engelhard geplantem Aktienrückkauf nicht weiter verfolgen, teilte BASF mit. Zwei der Kandidaten für das Gremium hatte BASF bereits Ende Januar nominiert.

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